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Gymnasium Neunkirchen und Ottweiler bei Sponsorenlauf Held für die Welt

Laufen für den guten Zweck : Schüler laufen bei „Held für die Welt“

Gymnasium am Krebsberg und Gymnasium Ottweiler erringen 2. und 3. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Sponsorenlauf zugunsten der Indienhilfe.

Den Titel „Deutscher Meister“ möchte wohl jeder gern verliehen bekommen. Doch auch wenn diese Auszeichnung im Sponsorenlauf-Wettbewerb „Held für die Welt“ an das Hümmling-Gymnasium im niedersächsischen Sögel (572 Läuferinnen und Läufer entgegen, die zusammen 14 884 Kilometer liefen) geht, dürfen sich gleich zwei saarländische Gymnasien über ein großartiges Ergebnis freuen: Im Wettkampf mit 167 Schulen aus ganz Deutschland errangen das Gymnasium am Krebsberg (GaK) und das Gymnasium Ottweiler (GO) die Silber- und Bronzemedaille. Beide lagen mit 3098 beziehungsweise 1980 Gesamtkilometern zwar deutlich hinter dem Erstplatzierten, konnten jedoch in den Kategorien „Teilnehmerverhältnis“ und „Spende je Kilometer“ die entscheidenden Punkte erringen. Überreicht wurde die Auszeichnung vom niedersächsischen Kultusminister Grant Hendrik Tonne in Hannover.

Und so fuhr eine Delegation der beiden Gymnasien am vergangenen Freitag zur offiziellen Siegerehrung in die nördliche Landeshauptstadt. Neben der verantwortlichen Oberstudienrätin Janine Klein-Schmidt vom Krebsberg-Gymnasium machten sich auch Tarja Haupenthal aus der Klassenstufe 7 sowie Nico Schmidt aus der Klassenstufe 8 auf den Weg. Die Delegation des Gymnasiums Ottweiler bestand aus dem Schulleiter Mark Hubertus, dem Schülersprecher Maurice Rein, Jahrgangsstufe 11 sowie seiner Vertreterin Emma Paulus, Klassenstufe 10.

 Dritter Platz fürs Gymnasium Ottweiler: von links. Mark Hubertus; Emma Paulus; Maurice Rein
Dritter Platz fürs Gymnasium Ottweiler: von links. Mark Hubertus; Emma Paulus; Maurice Rein Foto: Frank Wernicke

Kultusminister Tonne lobte das beeindruckende Engagement der Schülerinnen und Schüler und hob hervor, wie wichtig Bewegung, globale Verantwortung und Zusammenhalt in unserer Gesellschaft sind. Es gehe ja nicht nur um soziale Verantwortung: Die eingesammelten Gelder kommen sozialen Projekten, hier der Indienhilfe, zugute, sondern auch um Gesundheitsförderung bei Jugendlichen.

 Gruppenbild bei der Siegerehrung: von links: vordere Reihe: Kultusminister Grant Hendrik Tonne; Tanja Haupenthal, Nico Schmidt (beide GaK); Maurice Rein, Emma Paulus (beide GO), hintere Reihe: Janine Klein-Schmidt (GaK); Mark Hubertus (GO)
Gruppenbild bei der Siegerehrung: von links: vordere Reihe: Kultusminister Grant Hendrik Tonne; Tanja Haupenthal, Nico Schmidt (beide GaK); Maurice Rein, Emma Paulus (beide GO), hintere Reihe: Janine Klein-Schmidt (GaK); Mark Hubertus (GO) Foto: Frank Wernicke

Zum ersten Mal traten Schulen deutschlandweit mit Sponsorenläufen gegeneinander an. Eingeladen hatten Jürgen Fluhr und Sibylle Jendrowiak aus Wallenhorst, die auch die dazugehörige App „Held für die Welt“ initiiert hatten. Denn die 1. Meisterschaft im Sponsorenlauf wurde komplett digital erfasst und ausgewertet.

„Die Schüler laden die App aufs Handy, registrieren sich und können laufen, wo und wann sie wollen“, erklärt Jürgen Fluhr. „Die App misst die Entfernung, man kann Sponsoren eintragen und bargeldlos Spenden einsammeln.“

Ursprünglich hatten die beiden Initiatoren, die sich über den Entwicklungshilfeverein Indienhilfe Deutschland e.V. kennen, die App entwickeln lassen, da aufgrund der Coronasituation viele Schulen ihre Spendenveranstaltungen absagen mussten. „Doch durch die digitale Erfassung können natürlich auch Sponsorenläufe zwischen Schulen miteinander verglichen werden“, erläutert Sibylle Jendrowiak.

„Die Auswertung war relativ kompliziert, weil wir auch kleineren Schulen eine Chance geben wollten“, erklärt Sibylle Jendrowiak. „Wie viel Prozent der Schülerinnen und Schüler haben teilgenommen, wie weit wurde gelaufen, wie viel wurde je Kilometer gespendet … das alles ging in die Wertung ein.“

Mitgemacht haben 169 Schulen, „mit insgesamt über 122 000 angemeldeten Läuferinnen und Läufern“, resümiert Jürgen Fluhr. „Das ist für so eine Premiere ein großartiger Erfolg, auf dem wir nun weiter aufbauen möchten.“

Tatsächlich laufen die Vorbereitungen auf die 2. Deutsche Meisterschaft bereits auf Hochtouren. „Die App wird weiterentwickelt. Die Bezahlfunktionen für Spenden werden ausgeweitet, Schulen können zukünftig eigene Läufe individueller organisieren und sogar bis zu 50 Prozent der Spenden für eigene Projekte nutzen. So wollen wir ab November neu einsteigen und dann zur 2. Meisterschaft 2022 noch viel mehr Schulen begrüßen.“

„Wir wollen das weiter ausbauen und haben dazu auch unseren neuen Verein Kinderhilfe global gegründet“, so Sibylle Jendrowiak. „Damit können wir auch Kinder außerhalb Indiens dringend benötigte Hilfe zukommen lassen. So wollen wir mit einem Teil der Spenden unserer 2. Deutschen Meisterschaft 2022 auch Bildungsprojekte für Kinder und Jugendliche in Afrika, Asien und Südamerika unterstützen.“

 Zweiter Platz fürs Krebsberg-Gymnasium: (von links) Janine Klein-Schmidt; Nico Schmidt; Tarja Haupenthal
Zweiter Platz fürs Krebsberg-Gymnasium: (von links) Janine Klein-Schmidt; Nico Schmidt; Tarja Haupenthal Foto: Frank Wernicke
 Die Indienhilfe setzt sich für bessere Bildung armer Kinder ein.
Die Indienhilfe setzt sich für bessere Bildung armer Kinder ein. Foto: Indienhilfe

www.heldfuerdiewelt.de