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Ausstellung
Gucken, aber auch anfassen und mitnehmen

Neunkirchen. Die Gleichstellungsstelle des Landkreises Neunkirchen zeigt die Wanderausstellung „Vielfalt (er)leben“.

Vor Kurzem wurde im Kreisjugendamt Neunkirchen die Wanderausstellung „Vielfalt (er)leben“ der Gleichstellungsstelle des Landkreises eröffnet. „Mit dieser Ausstellung, möchten wir ein Zeichen setzen, dass in unserem Landkreis niemand benachteiligt oder diskriminiert wird, denn wir sind ein Landkreis der Vielfalt“, erläutert Landrat Sören Meng die Intention der Ausstellungskampagne. „Menschen haben unterschiedliche Chancen und Möglichkeiten. Manche haben leichten Zugang zu Ressourcen, wie beispielsweise Bildung, Wohnung oder Gesundheitsförderung. Anderen wird dieser Zugang durch Benachteiligungen erschwert. Wir möchten eine Gesellschaft, die allen die Möglichkeit zur Teilhabe bietet. Dazu gehört respektvoller Umgang ohne Diskriminierung“, ergänzt die Gleichstellungsbeauftragte Heike Neurohr-Kleer.


Das Konzept hat Heike Neurohr-Kleer von der Gleichstellungsstelle des Landratsamtes in Neunkirchen mit Unterstützung des Familien- und Nachbarschaftszentrums erarbeitet. Förderer sind der Landkreis Neunkirchen, das Adolf-Bender-Zentrum, die Sparkasse sowie das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen der „Partnerschaft für Demokratie“ des Landkreises Neunkirchen im Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

 Zur Eröffnung sprach Michael Müller, Mitautor der Mitte-Studie von 2016 und assoziierter Wissenschaftler des Instituts für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung der Universität Bielefeld. In seinem Vortrag beleuchtete er gesellschaftliche Tendenzen, die einer positiven Vielfalt entgegenstehen und die zu Abwertung und Ausgrenzung bestimmter Gruppen führen.

 Zu Wort kamen auch Betroffene, die an einer Filmproduktion über Armut teilgenommen hatten. Der Film beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen und dem Spannungsfeld Armut und Gesundheit und wurde von Manfred Klasen präsentiert, Leiter der „Saarländischen Armutskonferenz“, der einen Schattenbericht mit dem Titel „Die im Dunkeln sieht man nicht“ ankündigte, in dem die Lebenswirklichkeit versus Zahlen, Daten und Fakten beleuchtet wird.

Die Ausstellung selbst, so die Pressemitteilung weiter, lädt zum Entdecken ein und bietet neben Schautafeln auch Elemente zum Anfassen, Übungen zur Selbsterfahrung, Bilder, Filme und Informationsmaterial zum Mitnehmen.



Die Ausstellung kann ganz oder teilweise ausgeliehen werden und es besteht die Möglichkeit, sie pädagogisch zu begleiten oder um Workshop-Elemente zu ergänzen. Weitere Informationen gibt es beim Landkreis Neunkirchen, Gleichstellungsstelle, Telefon (0 68 24)  906-21 42.