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Globus in Neunkirchen
Globus-Pläne in Neunkirchen finden Freunde und Kritiker

Neunkirchen. Wenn es um die Ansiedlung eines Globus-Marktes in der Kreisstadt geht, sind die Neunkircher hellwach. Die SZ-Berichterstattung hat auf unserer Facebook-Seite große Resonanz gefunden. Dabei gab es viel Zustimmung und Vorfreude, aber auch kritische Stimmen. Von Michael Beer

Aus dem kommunalpolitischen Raum haben sich die Grünen zu Wort gemeldet. Sie wollen mehr Informationen über das, was Globus jetzt plant. Sie begrüßen, dass eine Globus-Ansiedlung im Lik.Nord-Gebiet jetzt wohl endgültig vom Tisch sei. Tina Schöpfer, Orts- und Landesvorsitzende der Grünen, sieht aber noch viele Fragen offen, wie etwa die geplante Größe des Warenhauses: „Wesentlich kleiner als bisher ist ein dehnbarer Begriff. Wir fordern Oberbürgermeister Fried auf, eine belastbare Quadratmeterzahl zu nennen.“ Diese komme in der Vorlage für die Stadtratssitzung an diesem Mittwoch bislang nicht vor. Weiter sei ein Gutachten zu den Auswirkungen auf den Einzelhandel wichtig. Zu klären seien unter anderem auch Auswirkungen auf den Verkehr, die Umwelt und das Stadtklima, wenn der jetzige Parkplatz im Hüttenpark bebaut würde. Auch zur Tarifstruktur bei Globus stellen die Grünen Fragen.


Arbeitsplätze, das ist auch Thema für eine Besucherin der SZ-Facebook-Seite. Sie schreibt: „Vor allem würden ja auch wieder neue Arbeitsplätze entstehen, es muss nicht immer alles gleich negativ gesehen werden. Vielleicht würden dann auch die Kunden nach ihrem Einkauf in die Neunkircher City gehen und dort die kleineren Geschäfte dadurch unterstützen, denn im Globus gibt es nicht alles zu kaufen.“ Der Angst, Globus könne für den Einzelhandel schlecht sein, begegnet ein anderer Nutzer so: „Ich glaube, dass Globus und Center zwei verschiedene Käuferschichten anziehen und das nicht zwingend schlecht sein muss.“ Daneben gibt es einige, die von einer „super Idee“ reden, wenn Globus käme.

Ganz anders dieser Kommentar: „Zerstörung und Versiegelung von Grünflächen, Flächenfraß für Gewerbeflächen und so weiter unter der Fahne schlecht bezahlter Arbeitsplätze und des angeblichen Ausbaus des Standortfaktors als Einkaufsstadt – geiles Projekt.“