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„Neunkircher wollen Globus“
„Weißer Fleck“ auf Globus-Karte soll weg

Globus hält an den Plänen fest, auf dem Gelände des Hüttenparks I in Neunkirchen ein neues SB-Warenhaus zu errichten.
Globus hält an den Plänen fest, auf dem Gelände des Hüttenparks I in Neunkirchen ein neues SB-Warenhaus zu errichten. FOTO: Marc Prams
Saarbrücken/Neunkirchen. Geschäftsführung betont: Neunkirchen wird als neuer Standort „mit aller Ernsthaftigkeit“ weiter verfolgt. Von Heike Jungmann

In den vergangenen Wochen war es in der Öffentlichkeit ruhig geworden um das Thema. Ungeduldige Kunden mutmaßten deshalb bereits, dass das saarländische Unternehmen Globus doch kein SB-Warenhaus in Neunkirchen ansiedeln möchte. Bei der Jahrespressekonferenz der Globus-Gruppe am Dienstag in Saarbrücken wurden allerdings etwaige Zweifel von der Geschäftsführung zerstreut.


Auf SZ-Nachfrage betonte Johannes Scupin, Sprecher der Geschäftsführung, dass Globus die Pläne für ein SB-Warenhaus im Hüttenpark I „mit aller Ernsthaftigkeit“ weiter verfolgen werde. Neunkirchen sei ein weißer Fleck in der saarländischen Globus-Karte. „Die Menschen in Neunkirchen wollen Globus, und wir wollen nach Neunkirchen gehen“, sagte Scupin im Beisein des geschäftsführenden Gesellschafters der Globus-Gruppe, Thomas Bruch. Das Unternehmen glaube, mit dem Hüttenareal sowohl von der planerischen Seite her als auch vom Erreichen der unternehmerischen Ziele richtig zu liegen. Die Größenordnung von 5000 bis 7000 Quadratmetern Verkaufsfläche seien für den avisierten Standort „angemessen“. Man hoffe nun, sowohl von der Bevölkerung als auch von den Trägern öffentlicher Belange deren Zustimmung zu dem Bauprojekt zu erhalten. Dieses Verfahren müsse man abwarten, bevor Globus einen Bauantrag stellen könne. Einen Zeitpunkt für den tatsächlichen Baubeginn könne er deshalb nicht nennen. Die Rahmenbedingungen seien jedoch gut, nachdem der Stadtrat Neunkirchen Ende August Grünes Licht für das weitere planungsrechtliche Vorgehen gegeben habe, sagte Scupin.

Zum aktuellen Stand der Planung von Seiten der Kreisstadt hieß es am Dienstagnachmittag aus dem Neunkircher Rathaus, dass zunächst ein neuer Bebauungsplan für den Hüttenpark I aufgestellt werden müsse. Dieser solle die bauplanungsrechtliche Grundlage zur Umsetzung von großflächigem Einzelhandel bilden. Das Bebauungsplanverfahren werde erfahrungsgemäß rund 15 Monate dauern. In dieser Zeit werde auch ein Raumordnungsverfahren durchgeführt. Dabei werde der Neunkircher Stadtrat noch zwei Mal über den konkreten Bebauungsplan abstimmen, teilte die Stadtverwaltung mit.



In dieser Zeit werden nach Angaben der Verwaltung verschiedene Gutachten wie zum Beispiel ein Verkehrsgutachten, ein ökologisches Gutachten und eine Auswirkungsanalyse erstellt. Außerdem werde in dieser Zeit Globus seine konkreten Pläne präsentieren und einen Bauantrag stellen. So stünden die genaue Lage beziehungsweise der genaue Standort des Marktes in diesem Gebiet noch nicht fest, heißt es aus dem Rathaus. Von der Bauantragsstellung bis zur Markteröffnung müssen zwischen zwölf und 15 Monaten gerechnet werden. Berücksichtigt man all diese planungstechnischen und rechtlichen Voraussetzungen, kann frühestens im Sommer 2020 mit einer Eröffnung von Globus Neunkirchen auf dem avisierten Gelände gerechnet werden.