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Geschichte der lokalen Läden

Geschichte der lokalen Läden

Wiebelskirchen. "Geschäfte zwischen den beiden Bliesbrücken im Wandel der Zeit" zeigt eine Ausstellung, die am Freitag im Museum des Heimat- und Kulturvereins (HuK) Wiebelskirchen im Wibilohaus eröffnet wurde

Wiebelskirchen. "Geschäfte zwischen den beiden Bliesbrücken im Wandel der Zeit" zeigt eine Ausstellung, die am Freitag im Museum des Heimat- und Kulturvereins (HuK) Wiebelskirchen im Wibilohaus eröffnet wurde. Bis Ende August sind hier über 500 zum Teil noch nie veröffentlichte Fotos, Dokumente und Karten zu sehen, die der Museumsausschuss des HuK unter der Leitung von Olaf Schuler aus 110 Jahren zusammengetragen hat. Die Dokumentation, durch die viele ehemalige Lokale und Ladenlokale des Ortes wieder in Erinnerung gerufen werden, ist nicht nur für die ältere Generation ein Erlebnis. Den Eröffnungszeitpunkt eine Woche vor dem Wiebelskircher Dorffest hatte der HuK bewusst gewählt, denn bis vor einigen Jahren waren "Ausstellungen in der Sparkassengeschäftsstelle anlässlich des Dorffestes guter Brauch", nannte der stellvertretende HuK-Vorsitzende Klaus Hoppstädter als einen Grund. "Es werden sicher viele Erinnerungen wach", mutmaßte er. Norbert Hell vom Museumsausschuss des HuK wertete die Ausstellung als einen "Querschnitt durch das Kommen und Gehen Wiebelskircher Gewerbetreibender in einem Jahrhundert". Er lobte die Arbeit von Olaf Schuler, "der für diese wunderbare und mit wissenschaftlicher Akribie zusammengestellte Ausstellung" verantwortlich ist. Unterstützt wurde er von Gernot Schonard und anderen Mitarbeitern des Museums-Ausschusses. Ihnen ist es gelungen, für die Dokumentation etwa 140 Geschäftsleute und Gewerbetreibende aus über 100 Jahren zu benennen, aber dennoch zeigt die Ausstellung nach Ansicht von Klaus Hoppstädter "nur einen kleinen Teil dessen, was in Wiebelskirchen einmal los war". Zum Ausstellungsinhalt gehören auch die eigenen Erfahrungen, die der frühere Geschäftsmann Norbert Hell anlässlich der Eröffnung preisgab. Als er 1960 ein Geschäft in Wiebelskirchen eröffnen wollte, war dies daran gescheitert, dass keine geeigneten Räumlichkeiten zur Verfügung standen. Knapp 50 Jahre später stehen allein in der Kuchenbergstraße 14 Geschäfte leer, verdeutlichte der Heimatkundler. Als er 1961 sein Geschäft mit einjähriger Verzögerung eröffnen konnte, war Norbert Hell in Wiebelskirchen einer von 41 Lebensmittelhändlern, heute sind es nur noch fünf. heb

Auf einen BlickÖffnungszeiten: Die Ausstellung kann bis 31. August an jedem Sonntag von 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. An diesem Wochenende ist sie anlässlich des Wiebelskircher Dorffestes zusätzlich samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 10 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Für Gruppenbesichtigungen können Termine bei Olaf Schuler, Telefon (06821) 57125, vereinbart werden. heb