1. Saarland
  2. Neunkirchen

Gescheppt oder gehackt, es war das reinste Vergnügen

Gescheppt oder gehackt, es war das reinste Vergnügen

Habach. Keine zwei Minuten nachdem Sitzungspräsident Peter Hoffmann am Freitagabend das Publikum im ausverkauften Habacher Bürgerhaus begrüßt hatte, war die Stimmung unter den einhundert Besuchern bereits prächtig. Auch bei der dritten Prunksitzung des KV "Dat gibt's nur ämo" sorgten die Heroldsingers mit bekannten Schlagern und Stimmungsliedern für einen Auftakt nach Maß

Habach. Keine zwei Minuten nachdem Sitzungspräsident Peter Hoffmann am Freitagabend das Publikum im ausverkauften Habacher Bürgerhaus begrüßt hatte, war die Stimmung unter den einhundert Besuchern bereits prächtig. Auch bei der dritten Prunksitzung des KV "Dat gibt's nur ämo" sorgten die Heroldsingers mit bekannten Schlagern und Stimmungsliedern für einen Auftakt nach Maß. Ein Leichtes also, für "Kreuzfahrer" Wilhelm Lambert als erster Redner in die Bütt zu steigen und von einer beim Billig-Anbieter gebuchten Schiffsreise zu erzählen, die den Beweis zu lieferte, dass eine Seefahrt lustig ist. Die anschließende Darbietung der Aktivengarde war, wie die Leistung aller Tanzgruppen, auf absolutem Topniveau. Was Minigarde, Showtänzer und Funkenmariechen auf der achtzehn Quadratmeter kleinen Bühne präsentierten, wurde ein ums andere Mal mit tosendem Applaus und der Forderung nach einer Zugabe honoriert. Mit Mathias Schikowski hat der Habacher Karnevalsverein ein ganz großes Nachwuchstalent in seinen Reihen. Als "Platzpatron vom Spatzenberg" berichtete er über die vergeblichen Diätversuche seines Papas. Der gerade mal neun Jahre junge Karnevalist lieferte eine tolle Rede, die er sogar ganz ohne Spickzettel vortragen konnte. Die Rakete für seinen Vortrag, war mehr als verdient. "Ihr Männer reißt euch hoch vom Sitze und zeigt den Frauen: Mir sinn spitze", forderte im Anschluss der "Frauenversteher". Ob überteuerte Kleidung oder die weibliche Unsitte, Zahnpastatuben grundsätzlich in der Mitte zu drücken, auch der selbst ernannte "Frauenversteher" konnte nicht alle Geheimnisse der Damenwelt erklären. Nach der Pause betraten "Der met da Schepp on der met da Hack" die Bühne und klärten zunächst die Frage , ob ein Loch nun "gescheppt" oder "gehackt" werden müsse. Es folgte ihre verdiente Mittagspause bei Lyoner und Bier, während der sie über aktuelle Themen diskutierten. Schepp: "Die Schweinegrippe schlägt aufs Hirn und auf die Potenz." Hack: "Dann brauchschd du jo känn Angschd se hann." "Fernsehgraf" Timo Erhardt ließ anschließend die Schlagzeilen des Jahres humorvoll Revue passieren, bevor "De Fahlschdä Knallkopp" zu vorgerückter Stunde frivole Anekdoten zum Besten gab. Ob sich auf seine Kontaktanzeige "Mann mit Grill sucht Frau mit Kohle" jemand gemeldet hat, blieb offen.Bürgerhaus stand Kopf Als die Männergarde den kurzweiligen Abend nach gut vier Stunden beendete, stand das Habacher Bürgerhaus Kopf. Bei aller Ausgelassenheit kam auch das soziale Engagement bei den Habacher Karnevalsfreunden nicht zu kurz. Pro verkaufter Eintrittskarte spendete der Verein einen Euro für die Opfer in Haiti. pra

Auf einen BlickMitwirkende: Aktivengarde und Funkenmariechen Janine McDuffy (Trainerin Janine Kuhn), Showtanztrio, Minigarde und Mini-Funkenpaar (Trainerin Aline Finkler), Showtänze Schulmädchen und Hochzeitstanz (Trainerin Nina Broschart), Männergarde, Willi Kartes (Herold), Peter Hoffmann (Sitzungspräsident), Konrad Thull (Vorsitzender). Büttenredner: Wilhelm Lambert (Ein Kreuzfahrer, KF Kutzhof), Mathias Schikowski (Die Platzpatron vom Spatzenberg), Volker Schorr (Frauenversteher), Marco Thull und Benni Berg (Der met da Schepp on der met da Hack), Timo Erhard (Der Fernsehgraf), Josef Neu (De Fahlschdä Knallkopp). pra