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Gehwege beim Frühjahrsputz nicht vergessen

Sauber machen : Gehwege beim Frühjahrsputz nicht vergessen

Normalerweise kann man gar nicht genug davon bekommen, wenn es im Frühjahr an allen Ecken und Enden sprießt, knospt, blüht und grünt. Doch so seltsam es auch klingt: Grün ist nicht gleich Grün.

Gartenbesitzer wissen das – und auch bei der Stadt kann man ein Lied davon singen. „Wir haben gerade jetzt die Problematik, dass die Fugenbereiche auf den Gehwegen stark vergrünen“, sagt Jörg Gutmann, kommissarischer Leiter des Zentralen Betriebshofes Neunkirchen. Er  spricht damit ein etwas heikles Thema an: die Pflege der Bürgersteige, teilt die Stadt in einer Pressemitteilung mit.

Die sollte eigentlich – egal ob es sich um privaten Grund und Boden handelt oder um öffentlichen – regelmäßig erfolgen. „Sonst vermoosen die Spalten“, Wildkräuter und Gras siedeln sich an. „Das schädigt die Betonsteine“ zum einen. Zum anderen sammelt sich an ebenjenen Stellen Unrat und Dreck. Was das Säubern immer schwieriger und irgendwann ganz unmöglich macht. Stolperstellen entstehen, im schlechten Fall bleiben Passanten hängen und stürzen. Von der unschönen Optik ganz zu schweigen. Besser und nachhaltiger wäre es, man würde sich kontinuierlich um das Problem kümmern. „Mechanisch und thermisch sind die gängigen Verfahren“, erklärt Gutmann. Sprich: den Aufwuchs mit entsprechendem Werkzeug aus den Ritzen kratzen oder mittels kleinem Gasbrenner abbrennen. Was gar nicht geht, sind Pestizide. „Wir verwenden schon seit Jahren keine Pflanzenschutzmittel mehr“, sagt Gutmann. 2014 folgte der Stadtrat einem entsprechenden Antrag der Grünen Fraktion und Neunkirchen wurde zur „pestizidfreien Kommune“.

Auch für Privatpersonen sind die chemischen Unkrautvernichtungsmittel tabu. Das Pflanzenschutzgesetz verbietet eine Anwendung auf Straßen, Wegen und Plätzen einschließlich deren Rändern – nicht zuletzt zum Schutz der Bienen und aller anderen Insekten und Tieren.