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Fridays for Future: Schüler demonstrieren in Neunkirchen fürs Klima

Fridays for Future : Schüler wollen Klima-Protest wachsen lassen

Über 200 Schüler gehen am Freitag, 5. April, für mehr Klimaschutz in Neunkirchen auf die Straße. Kundgebung auf dem Lübbener Platz.

Waren es viele, waren es wenige? Die erste Fridays-for-Future-Demo in Neunkirchen hat deutlich über 200 junge Leute auf die Straße gebracht. Einige Beobachter am Rande hätten mit mehr gerechnet, Santino Klos von der lokalen Gruppe dagegen ist stolz auf die vielen, die gekommen sind. Und das sehen auch die anderen Sprecher so, die sich auf dem Lübbener Platz vor die jungen Menschen stellen und teils locker und professionell, teils mit deutlich Lampenfieber ein paar Sätze sagen.

„Hopp, hopp, hopp, Kohlenstopp“, skandiert der Zug, der sich gegen 9 Uhr auf dem Mantes-la-Ville-Platz gesammelt hat und dann über die Gustav-Regler-Straße vom Oberen Markt hinunter am Saarpark-Center vorbei auf den Lübbener Platz gelaufen ist. Viele handgemalte Pappschilder haben sie dabei, auch ein paar Eltern sind im Demo-Zug zu sehen. Drei junge Frauen führen den Zug an, geben übers Megafon den Input für die Gruppe. „Das Klima, aussichtzsloser als mein Mathe-Abi“, hält ein Mädchen in die Höhe. Ein paar Meter weiter ist zu lesen: „Auf dieser Titanic fehlt noch die Panic.“ Eine Ordnerin sammelt auf dem Weg runter an die Blies auf der Wiese noch etwas Plastikmüll zusammen. Schüler, auf ihre Motivation angesprochen, bleiben auch nicht nur beim Klimaschutz, sie greifen weiter aus: Kleidung, Essen, der Umgang mit sich selbst und seinem Umfeld. Die jungen Leute kommen unter anderem von der Ganztagsgemeinschaftsschule Neunkirchen, von den beiden Gymnasium Krebsberg und Steinwald und der Maximilian-Kolbe-Schule.

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Fridays-for-Future-Demo in Neunkirchen
 Am Freitag demonstrierten über 200 Schüler aus Neunkirchen in der Stadt für ein besseres Klima. Und gegen die aktuelle Klimapolitik.
Am Freitag demonstrierten über 200 Schüler aus Neunkirchen in der Stadt für ein besseres Klima. Und gegen die aktuelle Klimapolitik. Foto: Michael Kipp

Um 10.20 Uhr etwa sammelt sich der Demozug auf dem Lübbener Platz. Susanne Speicher, Sprecherin von Fridays for Future Saarland, springt auf einen Betonklotz und greift das Mikro. Sie spricht von deutschlandweit mittlerweile 400 Gruppen, von Schulstreik an diesem Freitag in 65 deutschen Städten und weltweit 68 Ländern. Speicher: „Uns wird vorgeworfen, wir seien radikal, wenn wir die Schule schwänzen. Radikal ist, was die Politik mit unserer Zukunft macht.“ Künftige Generationen sollen auch gut leben können, fordert sie und bekommt viel Applaus. Santino Klos von der Neunkircher Ortsgruppe sagt ein paar Minuten später, er hätte nicht mit so viel Beteiligung gerechnet. Und er kündigt an: Die Schulstreiks sollen weitergehen.