Franziska Hans und Elisa Raber lasen am besten vor

Neunkirchen. Gut zwei Stunden höchste Konzentration war angesagt. "Ich muss sagen, das hat sehr gut funktioniert. Die Teilnehmer haben alle sehr ansprechend vorgelesen, es wurde kein bisschen langweilig

 Die Teilnehmer des Vorlese-Wettbewerbs im Kreis Neunkirchen lasen aus einem selbst gewählten Buch sowie aus "Tote Maus für Papas Leben" von Marjolijn Hof. Foto: SZ

Die Teilnehmer des Vorlese-Wettbewerbs im Kreis Neunkirchen lasen aus einem selbst gewählten Buch sowie aus "Tote Maus für Papas Leben" von Marjolijn Hof. Foto: SZ

Neunkirchen. Gut zwei Stunden höchste Konzentration war angesagt. "Ich muss sagen, das hat sehr gut funktioniert. Die Teilnehmer haben alle sehr ansprechend vorgelesen, es wurde kein bisschen langweilig. Die Zuhörer waren sehr leise, und man konnte bis in die hintersten Reihen sehr gut verstehen", fasste Kreisjugendpfleger Dietmar Bonnstädter nach getaner Arbeit der Jungen und Mädchen aus der Klassenstufe sechs zusammen. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Teilnehmer am inzwischen 50. Vorlese-Wettbewerb des deutschen Buchhandels nur noch abwarten. Denn nun war es an den drei Jurymitgliedern, Anke Birk (Buchhandlung König), Barbara Klein-Braun (Gesamtschule Schiffweiler) sowie Julia Andres (Gymnasium am Steinwald), über die Leistungen zu entscheiden und für beide Gruppen einen Sieger zu küren. Zwölf Mädchen und zwei Jungen hatten gleich zweimal die Gelegenheit, die Jurymitglieder von ihren außergewöhnlichen Fähigkeiten im Vorlesen zu überzeugen. Zunächst durften sie aus einem selbst gewählten Buch eine vorbereitete Textpassage vorlesen. In der zweiten Runde wurde es besonders spannend, denn das Buch "Tote Maus für Papas Leben" von Marjolijn Hof war für alle Teilnehmer fremd, wurde aber, wie die Juroren später erklärten, mit erstaunlich wenig Fehlern vorgelesen. Gewonnen hatten die Teilnehmer bereits alle schon, konnten sich doch zunächst in ihrer Klasse, in einem zweiten Wettbewerb dann als Schulsieger durchsetzen. Nun durften sich in der ersten Gruppe sieben Mädchen und ein Junge im Bereich der Erweiterten Realschulen sowie fünf Mädchen und ebenfalls ein Junge der Gymnasien und Gesamtschulen messen. "Auch heute habt ihr alle gewonnen und konntet mit sehr guten Leistungen begeistern. Ihr habt uns unsere Aufgabe alles andere als einfach gemacht", erklärte Barbara Klein-Braun. Sie durfte nach der intensiven Beratung das Urteil verkünden. "Wir haben uns lange Gedanken gemacht, wen wir auszeichnen sollen, und sind schließlich zu dem Entschluss gekommen, besonders die Kreativität und die Freude am Lesen, die auf die Zuhörer überspringt zu bewerten", erläuterte die Schulleiterin aus Schiffweiler.Ihren Sieg kaum fassen konnte die elf Jahre alte Franziska Hans von der Maximilian Kolbe-Schule. Sie bestach durch ihr fehlerfreies Vorlesen, ihre schöne Betonung und den ständigen Kontakt, den sie mit dem Publikum aufbaute. Nervös war das Mädchen bei seinem Vortrag schon, doch "ich hab' schon im Kindergarten auf der Bühne gestanden und kenne das Gefühl", erklärte sie. Eine der ersten Gratulantinnen war Elisa Raber (12) vom Gymnasium am Steinwald. Sie stand neben ihrer Freundin Franziska, die in der selben Straße in Münchwies wohnt. Umso erstaunter schaute Elisa, als die Jury sie zur Siegerin der zweiten Gruppe ernannte. Sie hat schon viel Erfahrung mit dem Vorlesen gesammelt und taucht sehr gerne in die Welt der Bücher ab. Beide werden nun den Landkreis beim Landesentscheid vertreten. cim