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| 21:02 Uhr

Weihnachten in der ehemaligen Neunkircher Kircher Herz Jesu
Fleißige Hände für ein frohes Fest

Viele Helfer packen bei der Aktion in der ehemaligen Kirche mit an. Die Gruppe „Ooh Tannenbaum“, Carmen Klaus, Nicole Mei und Timo Becker übergeben eine Geldspende an Diakon Oswald Jenni zum Kauf der Lebensmittel.
Viele Helfer packen bei der Aktion in der ehemaligen Kirche mit an. Die Gruppe „Ooh Tannenbaum“, Carmen Klaus, Nicole Mei und Timo Becker übergeben eine Geldspende an Diakon Oswald Jenni zum Kauf der Lebensmittel. FOTO: Jörg Jacobi
Neunkirchen. Im Pfarrheim in der Norduferstraße kommen am Weihnachtsabend Menschen zusammen, die sonst alleine wären.

Auf mehreren, nebeneinander in Reihe gestellten Tischen stapeln sich unzählige gefüllte Kartons. Wie an einem Buffet gehen Leute an ihnen entlang und packen von allem etwas in eine Stofftasche. Dabei sind die Helfer umgeben von unzähligen Kunstwerken.

Etwa 30 Helfer haben sich am Mittwoch im Arthouse Saar (ehemals Herz-Jesu-Kirche) versammelt. Sie stellen Geschenktüten für Bedürftige zusammen. In die Tüten kommen Kaffee, Hygieneartikel, Fertiggerichte, Reis, Fleisch und Fisch in Konservendosen. Aber auch Schokolade, Lebkuchen, Äpfel, Brot, Butter und Käse wandern in die Taschen. Diese Geschenktüten bekommen die bedürftigen Besucher dann an Heiligabend im Pfarrheim unter der ehemaligen Kirche.

„Dort wird es um 15 Uhr Kaffee und Kuchen geben und im Anschluss findet ein weihnachtliches Programm statt“, sagt Diakon Oswald Jenni im Gespräch mit der Saarbrücker Zeitung. „Um 19 Uhr gibt es dann Abendessen und danach verteilen wir die Geschenktüten“, erläutert Jenni das Programm des Nachmittags weiter. „Wir laden offen ein, wir schicken keinen weg. Wir haben Platz für viele“, bekundet der Diakon. Landrat Sören Meng wird an Heiligabend ebenfalls dort sein und den Gästen Geschichten vorlesen.

„Die Geschenktüten sind so ausgerichtet, dass für alle Besucher eine Vollverpflegung über Weihnachten gewährleistet wird“, erklärt Jürgen Seibert, der ebenfalls kräftig mitarbeitet. „Über den Tag sind etwa 2,6 Tonnen Lebensmittel hierher gefahren worden. Und etwa die selbe Menge rein an Getränken“, so Seibert. Die ganzen Dinge, die da am Sonntag verteilt werden, ermöglichen ein Kreis aus Sponsoren und Spendern. Das sind zum einen einige Firmen aus Neunkirchen. Aber auch Einzel- und Privatpersonen, die sich für das Projekt begeistern und einen Teil zum Gelingen beitragen möchten.

So haben die Vertreter der Aktion „Ooh Tannenbaum“ etwa einen Scheck von 2000 Euro mit dabei. Die beiden Initiatoren Jenny und Carmen Klaus sowie Nicole Mei und Timo Becker sind auch vor Ort. Sie helfen kräftig beim Packen mit. Das Geld haben sie eingespielt, indem sie Tannenbäume, Speisen, Getränke und die Teilnahme an einer Tombola angeboten haben. Der eine Teil des Gewinns geht dabei an die Packaktion in der ehemaligen Kirche. Und der andere Teil an die Wärmestube Neunkirchen. „Unsere Aktion spielt sich überwiegend in Lautenbach ab“, sagt Nicole Mei. „Wir vier sind als Vertreter da. Aber es gibt noch viel mehr, die da mitgeholfen haben. Die Leute machen das so innerhalb der Nachbarschaft. Wir wollen damit den Menschen, denen es schlechter geht als den meisten, etwas Trost und Unterstützung geben“, so Mei. Sie seien sehr dankbar, dass bei der Packaktion so viele Menschen ihre Unterstützung anböten.

Eine weitere Helferin ist Brigitte Kuhar. „Ich bin schon seit 13 Jahren ehrenamtlich in der Wärmestube tätig“, erzählt sie. „Vor etwa acht Jahren kam ich über die Herz-Jesu Kirche dazu, auch hier bei den Packaktionen mitzumachen.“ Die Kirchengemeinde St. Marien führt dieses Projekt schon seit etwa 25 Jahren durch. Der Grund für Kuhar mitzumachen: „Es gibt so viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Und da helfe ich dann auch gerne mit.“ Hans Koch ist auch schon seit Jahren dabei. „Ich bin 90 Jahre alt und der älteste unter den Helfern. An Heiligabend werde ich mit meiner Lebensgefährtin dabei sein und beim Verteilen der Speisen und Getränke helfen.“
Künstler Jürgen Trösch, Inhaber des Arthouses: „Ich finde das schön, dass die das machen. Und es sind auch ziemlich viele, die sich dafür einsetzen.“ Er hofft auf regen Besuch, wenn am Sonntag die weihnachtliche Feier in der Norduferstraße über die Bühne geht. Jeder einzelne sei herzlich willkommen. Und die Kunstwerke, zwischen denen die Helfer Tüten packen: Sie sind Teil der Ausstellung „Farben-Form“, klärt der Künstler auf. Diese Ausstellung  läuft noch bis Freitag, 5. Januar.