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Feuerwehrleute aus ganz Deutschland kommen zu Fire Days nach Wiebelskirchen

Fire Days in Wiebelskirchen : Heißer kann ein Training nicht sein

Feuerwehrleute aus ganz Deutschland werden im September zu den Fire Days nach Wiebelskirchen kommen.

Vom 12. bis 15. September wird die Schachtanlage Gegenort bei Bauershaus zum großen Feuerwehr-Übungsgelände. Dann finden dort die Fire Days statt, „eine groß angelegte Fortbildungsveranstaltung für Feuerwehrleute aus dem gesamten Bundesgebiet“, erklärt der Neunkircher Feuerwehrsprecher Christopher Benkert. Es ist die zweite Veranstaltung dieser Art nach der Premiere im vergangenen Jahr im Raum Hannover. Gemeinsame Gastgeber sind die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen und der Löschbezirk Wiebelskirchen, für die Organisation und den Ablauf ist der gebürtige Wiebelskircher Marco Honecker verantwortlich. Der 38-Jährige, der in der Wiebelskircher Feuerwehr groß geworden ist, ist mittlerweile bei der Berufsfeuerwehr in Hannover beschäftigt und arbeitet als Dozent an der Feuerwehr- und Rettungsdienstakademie in Berlin. Welchen Stellenwert die Fire Days haben, zeigt die Resonanz. „Es werden Feuerwehrleute aus ganz Deutschland nach Wiebelskirchen kommen“, kündigt Marco Honecker an, „aber wir haben auch Anmeldungen aus Frankreich, Luxemburg und Kroatien und selbst aus den USA liegen Anfragen vor“, erzählt der Initiator bei einem Ortstermin am Gegenortschacht. Honecker rechnet mit rund 800 Teilnehmern. Unterstützt wird der Feuerwehrfachmann von 20 weiteren Dozenten, allesamt hauptamtliche Feuerwehrleute, und die kommen ebenfalls aus der gesamten Republik.

Von einem „Hot Training“ in drei Varianten über ein Atemschutz-Notfalltraining, eine Planübung für Führungskräfte und die Drehleitertaktik bis hin zu den unterschiedlichen Vorgehensweisen bei der Türöffnung werden den Teilnehmern sieben verschiedene Ausbildungsmodule angeboten, „wobei der Schwerpunkt immer auf der realitätsnahen Brandausbildung liegt“, erklärt Honecker. Ein wichtiges Element während der Übung werden die „Rauchgasphänomene als wichtiges Szenario der Feuerwehrarbeit“ sein, erklärt Feuerwehrsprecher Benkert im Beisein von Wehrführer Stefan Enderlein und Ortsvorsteher Rolf Altpeter. Dieses Übungselement, sagt Benkert weiter, könne „im sicheren Umfeld Gegenortschacht“, realitätsnah durchgeführt werden. Samstags wird zudem ein Fachsymposium Atemschutz angeboten, bei dem Dozenten und Fachleute über verschiedene Themenbereiche auf diesem Sektor informieren. Während der Fire Days sind Besucher jederzeit willkommen, betont Marco Honecker. Es werden Vorführungen angeboten, es gibt ein Rahmenprogramm und an allen Tagen werden Teilnehmer und Besucher durch die Wiebelskircher Feuerwehr kulinarisch versorgt.