Evakuierung: Rathaus Neunkirchen nach Bombendrohung geräumt

Polizei : Keine Bombe im Rathaus Neunkirchen

In mehreren Städten in Deutschland sind in der Nacht Bombendrohungen gegen Rathäuser eingegangen. Auch Neunkirchen war betroffen. Das Rathaus wurde von der Polizei evakuiert. Eine Bombe hat die Polizei nicht gefunden.

Im Neunkircher Rathaus gab es heute Nacht eine Bombendrohung. Diese kam per Email um 1.37 Uhr in der Nacht.

Nach Angaben der Polizei ging die Drohung vor Dienstbeginn ein, so dass sich noch keiner der etwa 400 Mitarbeiter im Rathaus aufgehalten hatte.

Gegen 12.35 gab die Polizei das Gebäude wieder frei. Zuvor hatte sie das Rathaus mit Hunden nach Sprengstoff abgesucht. Auch der evangelische Kindergarten, der am Rathaus liegt, konnte daher seinen Betrieb nicht aufnehmen.

Auch der Verkehr war von der Bombendrohung und dem Polizeieinsatz betroffen. Die Straße „Oberer Markt" war gesperrt.

Gegen 10.08 Uhr hat es zwei Mal in Neunkirchen heftig gerummst. Aufregung in der City. Laut Polizei krachte es allerdings nicht im Rathaus. Sie ging vom Durchbrechen der Schallmauer eine Düsenjets aus.

Die Angestellten der Stadtverwaltung wurden zunächst in der Neunkircher Gebläsehalle untergebracht. Mittlerweile bekamen sie dienstfrei. Das Rathaus bleibe heute geschlossen, heißt es seitens der Stadt.

Neunkirchen ist nicht die einzige Stadt, in der eine Drohung gegen das Rathaus einging. In der Nacht zum Dienstag waren auch in Augsburg sowie in Kaiserslautern Droh-Mails eingetroffen. Am Morgen wurde daraufhin die dortige Rathäuser gesperrt und mit Hunden nach Sprengstoff durchsucht. Auch in Chemnitz, in Göttingen, und in Rendsburg bei Neunmünster haben die Sicherheitsbehörden die Rathäuser am Dienstagmorgen evakuiert, wie die dortigen lokalen Medien und die Polizei berichteten.

Ob ein Zusammenhang zwischen den Taten besteht und welchen Hintergrund die Drohungen, ist unbekannt.

Schon einmal herrschte in Neunkirchen ein Großalarm: Im Januar 2016 war in der Poststelle des Rathauses ein Brief mit einem verdächtigen weißen Pulver eingegangen - wie später auch in anderen Verwaltungen. Sechs Mitarbeiter mussten in Quarantäne. Das vermeintliche Gift entpuppte sich als Maismehl.

Foto: dpa/Patrick Seeger

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(kip)
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