Zum Leuchtturm gewachsen

Niklas Kiefer ist ein Ur-Dirminger. Das 21-jährige Eigengewächs wurde bei den Handballfreunden Illtal zu einer großen Stütze des Teams und steigert sich von Spiel zu Spiel. Und das soll auch am Sonntagabend gegen den TV Bitburg so sein.

Die Handballfreunde Illtal zählen seit Jahren zum Kreis der Topmannschaften in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Dabei ist Niklas Kiefer seit Monaten einer der besten Spieler des HFI. Und folglich ist er dann auch ein Topspieler der RPS-Oberliga. Diese Kette ist nicht nur logisch, sondern sie ist seit Wochen ganz konkret zu beobachten. Sicher auch an diesem Sonntag, wenn die HFI ab 18 Uhr in der Eppelborner Hellberghalle den TV Bitburg empfangen.

Viel sagen könne er noch nicht über den Gegner aus der Bierstadt, bekannte das 21-jährige Eigengewächs des TV Dirmingen zu Wochenbeginn. Außer: "In den beiden Jahren zuvor haben wir immer recht hoch gegen die gewonnen." Erst beim Abschlusstraining am Donnerstagabend impft dann HFI-Trainer Steffen Ecker seiner Truppe immer die aktuellsten gegnerspezifischen Mittel ein.

Der 1,90 Meter große Niklas Kiefer ist unter Trainer Ecker auch spielerisch zu einem Leuchtturm gewachsen. In der dritten Saison steht er nun bereits fest im Kader der Oberliga-Mannschaft. Dabei hat er sich fast zusehends von Spiel zu Spiel gesteigert. Mit durchschnittlich fünf Toren pro Partie gehört er aktuell nun zu den besten Schützen der HFI.

In der Saison 2011/2012 feierte Kiefer noch als A-Jugendlicher des TV Dirmingen die ersten drei Einsätze in der Oberliga. Tore gelangen ihm da noch keine. Eine Runde später gehörte er zum Stammkader, kam auf 30 Einsätze und 37 Tore. In der Saison 2013/2014 absolvierte er 31 Begegnungen und warf 36 Tore. Für 37 Treffer hat er in der laufenden Saison gerade einmal neun Einsätze benötigt.

Persönliche Rekorde stehen für den jungen Industriemechaniker, der im Januar seine Lehre beendet und dann studieren möchte, allerdings auf der Prioritätenliste nicht an erster Stelle. Als Ur-Dirminger hängt sein Herz am Verein, den Strukturen und Mitspielern. Mit sechs Jahren kam er durch seine Mutter zum Handball, die selbst beim TVD spielte. Er wohnt zu Hause und hat auch nicht vor, das in absehbarer Zeit zu ändern. "Es gibt nichts Besseres als die HFI", sagt er. Und er betont, dass die Chemie in der Mannschaft "die beste ist, die ich je erlebt habe."

Der sportliche Erfolg sei Ursache und Wirkung zugleich. "Klar, wir schwimmen auf einer Euphoriewelle. Aber wir sind dennoch in jedem Spiel fokussiert", weiß Kiefer. Zuerst sei jetzt der TV Bitburg zu schlagen. "Das muss zu Hause unser Anspruch sein", meint er. Danach erst richte man den Blick auf den nächsten Auswärtskracher gegen Spitzenkonkurrent HSV Merzig-Hilbringen.