| 20:27 Uhr

Instrumentalverein Eppelborn
Zuhörer lassen die Musiker „nachsitzen“

Der Instrumentalverein Eppelborn hatte am Sonntag zum Konzertabend eingeladen und kam weihnachtlich daher. Das schlechte Wetter hatte zwar für weniger Publikum gesorgt. Wer aber trotz Schnee und Eis den Weg in den Big Eppel in Eppelborn fand, erlebte ein großartiges Konzert.
Der Instrumentalverein Eppelborn hatte am Sonntag zum Konzertabend eingeladen und kam weihnachtlich daher. Das schlechte Wetter hatte zwar für weniger Publikum gesorgt. Wer aber trotz Schnee und Eis den Weg in den Big Eppel in Eppelborn fand, erlebte ein großartiges Konzert. FOTO: Carolin Merkel
Eppelborn. Begeistertes Publikum beim Konzertabend des Instrumentalvereins Eppelborn fordert gleich mehrfach Zugaben. Von Carolin Merkel

Ein bisschen schien es am Sonntagabend so, als hätte der Instrumentalverein Eppelborn schon recht früh einen Einblick in den Wetterbericht für den Konzert­abend gehabt. Denn, ob „Petersburger Schlittenfahrt“ oder „Winter Wonderland“, in zahlreichen der aufgeführten Werke ging es am Sonntagabend um die weiße Pracht. Doch ausgerechnet die, wenn auch schon kräftig am Schmelzen, ließ so manchen Konzertbesucher der Einstimmung auf das Weihnachtsfest wohl fernbleiben. Doch die Gäste, die den Weg auf sich genommen hatten, wurden von einem hochmotivierten und zudem überaus gut vorbereiteten Großen Orchester mit einer bunten Mischung an Weihnachtsmelodien belohnt.


Die Eröffnung lag in den Händen des Jugendorchesters unter der Leitung von Florian Geibel. Nicht ganz so breit aufgestellt, bewiesen die Nachwuchsmusiker eindrucksvoll, dass auch im kleineren Kreis Blasmusik bestens funktioniert. Zudem hatte Geibel ein Konzertprogramm der Kontraste zusammengestellt. Eins hatten alle drei Stücke, die der Nachwuchs vorbereitet hatte, gemein, allesamt sind es Welthits. Und da blieb es natürlich nicht aus, dass auch das Publikum gesangstechnisch mit ranmusste. Das Publikum bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus und Zugabe-Rufen. Denen kamen die Musikerinnen und Musiker gerne nach und ließen die ersten Weihnachtslieder des Abends erklingen.

Die sollte es in Fülle später auch vom Großen Orchester, das übrigens gleich durch drei neue Musiker Verstärkung erhalten hat, dargeboten werden. Doch zunächst ging es in die mächtigen Bergmassive der Alpen. Hier bewies der Klangkörper, der seit diesem Jahr in Händen von Dirigent Jürgen Balzer liegt, eine bemerkenswerte Entwicklung. Sowohl in den rasanten Passagen als auch in den ruhigen Momenten zeigte sich das Orchester unter seiner Leitung absolut versiert. Für diesen gelungenen Auftakt gab es ebenso viel Beifall wie für die Petersburger Schlittenfahrt, die sehr rasant daherkam. Sehr kontrastreich bot dagegen „Air“ von Johann Sebastian Bach einen eher besinnlichen Konzertmoment. Schließlich verabschiedetet sich das Orchester mit „Winter Wonderland“, einem Lied aus den 1930er Jahren, das ebenfalls weltweit als Weihnachtslied bekannt ist, in eine kleine Pause.



Nach einem musikalischen Aufenthalt in Frankreich und England nahmen die Musiker das Publikum dann im zweiten Konzertteil mit über den großen Teich. Dort warteten Filmmelodien und Popsongs auf die Konzertbesucher. Diese durften schließlich beim Weihnachtspotpourri kräftig mitsingen, der ganze Big Eppel kam in Stimmung.

Dass eine so ausgelassene Vorweihnachtstimmung nicht allzu schnell verebbt, dürfte klar sein. Also forderte das Publikum im Big Eppel gleich mehrfach Zugaben. Dieser Wunsch wurde von dem Orchester und vom Dirigenten sehr gerne erfüllt.