Zu wenig Krippen- und Kindergartenplätze in der Gemeinde Eppelborn aus

Kinderbetreuung in Eppelborn : Ferienzeiten besser abstimmen

So sieht das Angebot für Krippen- und Kindergartenplätze in Eppelborn aus.

Sechs Betreuungseinrichtungen für Kleinkinder gibt es in der Gemeinde Eppelborn. Die Kita Wirbelwind in Bubach-Calmesweiler, die Kita Pusteblume in Dirmingen und die Kindertagesstätte in Hierscheid sind in Trägerschaft der Gemeinde. Katholisch sind das Kinderhaus St. Josef in Eppelborn, der Kindergarten St. Maria Himmelfahrt in Humes sowie der Kindergarten St. Konrad in Wiesbach. Insgesamt sind derzeit 399 genehmigte Plätze in Eppelborn vorhanden, davon 210 ganztags und 105 Krippenplätze.

Bei der Versorgungsquote im Krippenbereich liegt die Gemeinde Eppelborn mit 30,3 Prozent (Stand Februar 2019) zwar über der Landkreisquote von 23,7 Prozent, ausreichend ist das Angebot jedoch nicht. Bürgermeister Andreas Feld (CDU), seit Anfang Oktober neu im Amt, sieht dies mit Bedauern. „Leider gibt es auch in der Gemeinde Eppelborn nicht genügend Kindergarten- und Krippenplätze. Die Gewährleistung einer ausreichenden Anzahl an Betreuungsplätzen für die Eltern in unserer Gemeinde liegt mir besonders am Herzen.“

Es wird sich auch etwas tun in nächster Zeit. Der katholische Kindergarten in Wiesbach wird einen Ersatzneubau erhalten. Die Planungen hierfür sind nach Angaben der Gemeindeverwaltung abgeschlossen, die Umsetzung stehe kurz bevor. Eine Kapazitätserweiterung sei hier zwar nicht geplant, aber eine Verbesserung der Betreuung an sich. Das Gebäude, in dem die Kinder bislang untergebracht sind, stammt aus dem Jahr 1961 und weist einen erheblichen Sanierungsstau auf. Genehmigt sind in Wiesbach aktuell 75 Plätze in vier Gruppen, davon 40 ganztags und elf Krippenplätze.

Im katholischen Kindergarten in Humes wird eine Krippengruppe neu geschaffen, hier gibt es bisher nur zwei Kindergartengruppen mit 50 genehmigten Plätzen. Der Gemeinderat hat die entsprechenden Beschlüsse bereits gefasst, heißt es aus dem Eppelborner Rathaus.

„Neben den geplanten Maßnahmen werden wir kurzfristig weitere Anstrengungen unternehmen, um die sich anbahnende Problematik gerade bei der Versorgung mit einer ausreichenden Anzahl von Kindergartenplätzen zu lösen“, kündigt der Bürgermeister an. Zusätzlich würden die Ferien- und Schließzeiten im Interesse der Eltern optimiert. Hierzu sei geplant, die Schließzeiten der Kindergärten mit denen der Ferienbetreuung der Grundschulen abzustimmen. Feld: „Unsere kommunalen Kindergärten sollen zukünftig in den Sommerferien zur gleichen Zeit schließen, wie auch die Freiwilligen Ganztagsschulen. Damit möchte ich verhindern, dass manche Eltern in den Sommerferien sechs Wochen Betreuung ihrer Kinder selbst organisieren müssen.“

Und so sieht es in den anderen Kreiskommunen aus:

Ottweiler

Spiesen-Elversberg

Schiffweiler