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Jugendtheater
Zu Besuch beim kleinen Zauberlehrling

Das Ensemble der Jugendgruppe des Theatervereins Saargold Humes freut sich auf die zweite Aufführung ihres Stücks am kommenden Sonntag um 17 Uhr im Bid Eppel.
Das Ensemble der Jugendgruppe des Theatervereins Saargold Humes freut sich auf die zweite Aufführung ihres Stücks am kommenden Sonntag um 17 Uhr im Bid Eppel. FOTO: Carolin Merkel
Humes. Der Nachwuchs des Theatervereins Saargold Humes führt das Märchen „Der Zauberlehrling“ auf.

Ganz so leicht hat es Laura Ziegler am Mittwochnachmittag nicht, als sie die Akteure auf der Bühne zum Gruppenfoto versammeln will. Kein Wunder, die meisten kommen gerade aus Schule und Betreuung und müssen sich gleich schon wieder auf den nächsten Tagesordnungspunkt konzentrieren. Die letzte Probe steht an, dann folgt noch die Generalprobe am Samstag, am Sonntag ist es endlich soweit. Und spätestens, als Spielleiterin Laura die 15 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sechs und 15 Jahren darauf aufmerksam macht, dass nur noch wenige Tage bis zur Aufführung sind, wird es mucksmäuschenstill.



Die erste Szene des Märchens „Der Zauberlehrling“ steht an, Leon Hoffmann, der den Zauberlehrling gibt, nimmt zusammen mit Isabella Simmet, dem frechen Besen, an dem großen Tisch mitten auf der Bühne Platz. Und schon sind die beiden in ihrem Element, nicht zuletzt, sagt Ziegler, weil sie jetzt endlich auch in Kostümen proben können. Besonders interessant findet es die Spielleiterin, wie gut sich die Mimen in den Wochen der Proben weiterentwickeln. „Am Anfang kommt vieles noch zögerlich, manche trauen sich Dinge einfach nicht zu. Aber spätestens in der Generalprobe werden sie mutiger und bei der Premiere denke ich mir, dass sind nicht die gleichen Kinder, mit denen ich wochenlang geprobt habe“, erzählt sie.

Bereits im Juni starteten beim Theaterverein Saargold Humes die Proben zum Zauberlehrling. Der kommt aus der Feder von Martina Worms und Karin Münnich überaus fröhlich und lustig daher. „Deshalb ist das Stück auch schon für Kinder ab vier Jahren geeignet“, betont Laura Ziegler. Unterstützt wird sie bei den Proben, aber auch beim Auftritt von ihrer Mama Heidi Ziegler. Sie hat am Mittwoch im Kasten der Souffleuse Platz genommen, muss aber nur noch ganz selten eingreifen.

„Die Kinder haben ihre Texte sehr gut gelernt und jetzt bei den letzten Proben klappt das meiste schon wie am Schnürchen“, erklärt die Regisseurin. Sie hat das Stück ausgewählt, „weil wir so etwas noch nie hatten“, sagt sie. Zwar spiele die gesamte Handlung im Haus des Zauberlehrlings Randolph Hubbelbubb, doch hier haben die Bühnenbauer ganze Arbeit geleistet. Ein echter alter Ofen, dazu alte Möbel, sie sorgen für das passende Ambiente. Nur einmal, sagt Ziegler, wird es ein bisschen gruselig, doch mehr will sie nicht verraten. Schließlich sollen die kleinen und großen Zuschauer in den Pfarrsaal nach Humes kommen. Der ist, nachdem der Saal im Gasthaus Ziegler nicht mehr zur Verfügung steht, zum bewährten Ausweichquartier des Vereins geworden. Über eine mangelnde Jugendarbeit, sagt Laura Ziegler, muss sich der Vorstand nicht beklagen. „Wir haben inzwischen Akteure aus Illingen, Eppelborn und Lebach. Viele kommen durch die Freunde und Schulkameraden hierher. Und sogar genügend Jungs haben wir im Ensemble“, freut sie sich. Der Nutzen, im jungen Alter Theater zu spielen, sagt Ziegler, liegt klar auf der Hand: „Die Kinder lernen, deutlich zu sprechen, erfahren, wie sie auf andere wirken und bekommen sehr viel mehr Selbstvertrauen“, sagt sie. Und mit diesem Vertrauen will der Saargold Nachwuchs mit dem Zauberlehrling das Publikum unterhalten.