Zebras gegen Wölfe

„Zebras gegen Wölfe“ heißt es am Sonntag wieder in der Hellberghalle Eppelborn. Dann bitten die HF Illtal den HSV Merzig-Hilbringen um 18 Uhr erneut zum Saar-Duell der Handball-Oberliga RPS der Männer.

Galoppieren die neu erstarkten "Zebras" locker zum Heimsieg? Oder erbeuten die zuletzt arg gebeutelten "Wölfe " im fremden Revier überraschend Punkte? Antworten auf diese Fragen wird es an diesem Sonntag in der Hellberghalle Eppelborn geben, wenn die HF Illtal den HSV Merzig-Hilbringen dort um 18 Uhr zum Derby in der Handball-Oberliga RPS empfangen. Der Tabellenfünfte hat vor vollen Rängen den Tabellenvorletzten zu Gast - da dürfte der Ausgang der Partie klar sein. Oder? "Wir gehen die Sache mit viel Selbstvertrauen an und wie immer mit großem Respekt. Warten wir es ab", sagt Steffen Ecker verhalten optimistisch. Der HF-Trainer weiß: Sein Team ist im Saar-Duell klarer Favorit. Einen hohen Sieg erwartet jeder. Der Heimvorteil und die Ergebnisbilanz von elf Siegen gegenüber acht Niederlagen sprechen auch für Illtal. Das Fell der Wölfe aber schon vorher verteilen, das ist nicht Eckers Ding.

Kollege Marcus Simowski kann mit dem Saisonverlauf seines Teams nicht zufrieden sein. Aber vielleicht ist für den HSV bei der personellen Misere derzeit nicht mehr als ein Abstiegsplatz drin? "Am Montag fehlten im Training acht Spieler - krank oder verletzt. Marius Merziger ist in Urlaub, aber sonst ist alles okay", sagt der Merziger Trainer mit ironischem Unterton. Sein ohnehin dünn besetzter Angriff ist mit 158 Toren der schlechteste der Liga, die Defensive mit 179 Gegentreffern dagegen gutes Mittelfeld. "Wenn wir also am Sonntag etwas reißen wollen, dann geht es nur über die Abwehr", sagt Simowski und sieht eine winzige Außenseiterchance. Anders als das Kellerkind aus der Viez-Stadt, hat der Vize-Meister der vergangenen zwei Spielzeiten nach Anfangsschwierigkeiten scheinbar die Kurve bekommen. Illtal startete holprig. Das sei aber nicht ganz unerwartet gewesen, sagt Ecker. "In Dansenberg und Worms wird kaum jemand bestehen und in Nieder-Olm haben wir noch nie gewonnen", kommentiert er die drei frühen Saisonniederlagen. Derzeit zeige die Formkurve aber wieder deutlich nach oben. "Die Neuzugänge passen spielerisch immer besser ins Team. Wenn sich im Training keiner verletzt, werden wir am Sonntag komplett sein", sagt Ecker.

Eine Ausgangslage, von der sein befreundeter Trainerkollege nur träumen kann. Dabei liegt der letzte Sieg der Wölfe gegen die Zebras noch gar nicht so lange zurück. Im Mai gewann Merzig zu Hause mit 29:25. "Das war toll, aber es war in der Saison zuvor und ist Vergangenheit", seufzt Marcus Simowski und befürchtet, dass er von der schönen Erinnerung noch etwas länger zehren muss.