| 19:06 Uhr

Zebras galoppieren wieder in der Spur

„Halb zog sie ihn, halb sank er hin“, schrieb schon Goethe in seiner Ballade „Der Fischer“. Vorher kam Philipp Michel von den HF Illtal aber noch zum Torwurf, obwohl der Bitburger Pascal Wolff hier "handgreiflich“ wurde. Im Hintergrund schaut HFI-Spieler Marvin Mebus zu.Foto: Horst Klos
„Halb zog sie ihn, halb sank er hin“, schrieb schon Goethe in seiner Ballade „Der Fischer“. Vorher kam Philipp Michel von den HF Illtal aber noch zum Torwurf, obwohl der Bitburger Pascal Wolff hier "handgreiflich“ wurde. Im Hintergrund schaut HFI-Spieler Marvin Mebus zu.Foto: Horst Klos FOTO: Horst Klos
Eppelborn. Die HF Illtal halten ihre Weste in der Hellberghalle weiß. Im Oberliga-Duell schlugen sie den TV Bitburg am Sonntag mit 31:27. Dabei trugen ein starker Torwart und ein 19-Jähriger viel zum Erfolg bei. Und auch das Publikum hatte seinen Anteil. Lucas Jost

Am Sonntagabend in der Eppelborner Hellberghalle. Es steht 29:24 für die Handballfreunde Illtal im Oberliga-Spiel gegen den TV Bitburg. Noch fünf Minuten sind auf der Uhr. Trotz eines Fünf-Tore-Vorsprungs ist nichts entschieden für die HFI, der Angriff stockt in dieser Phase zu sehr. Die zweite Welle der Gäste rollt, der Rechtsaußen kommt frei zum Wurf - und Torwart Alexander Dörr bleibt die unüberwindbare Mauer im Tor der Zebras. Er reißt die Arme hoch und lässt sich von den 300 Zuschauern feiern. Mit seiner dritten Glanztat in zwei Minuten bringt er die Gäste zum Verzweifeln und hält den Sieg seiner Mannschaft endgültig fest. "Alex hat klasse gehalten", lobt Kreisläufer Philipp Michel. Am Ende siegt Illtal verdient mit 31:27.

Den Spielverlauf in Halbzeit eins fasst Michel, mit sieben Toren erfolgreichster Werfer der Gastgeber, zusammen: "Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Wie in den letzten Spielen auch. Und wir setzen nicht das um, was der Trainer sagt. Nach der Umstellung hat das besser geklappt." HFI-Trainer Steffen Ecker hatte nach einer Viertelstunde beim Stand von 6:10 genug und war zur Auszeit gezwungen: Torwartwechsel, Manndeckung gegen TV-Spielmacher Florian Enders, Sebastian Hoffmann und Marcel Becker für den Rückraum. Die Aufholjagd konnte beginnen.

Mit der Hereinnahme von Becker bewies Ecker ein gutes Händchen. Der 19-jährige Linkshänder übernahm sofort Verantwortung und verkürzte den Rückstand auf zwei Tore. "Nach den ersten zwei Toren habe ich gemerkt, heute läuft es. Ich war selbst überrascht", freute sich Becker. Insgesamt traf er fünf Mal und legte einige Tore auf. "Marcel hat ein Bombenspiel gemacht", sagte Philipp Michel. Auch Ecker lobte: "Marcel hat wirklich ein gutes Spiel gemacht."

Zur Halbzeit hatten die Zebras das Spiel gedreht (16:15). Angetrieben von den Zuschauern, die ihr Team bei jeder Aktion lautstark unterstützen, überwanden sie eine kleine Schwächephase (18:19, 37.), kämpften sich in die Partie zurück und erspielten sich am Ende zwei Punkte, ein ausgeglichenes Punktverhältnis (6:6) und Rang neun in der Tabelle. In der Pressekonferenz bedankte sich Ecker ausdrücklich bei den Zuschauern: "Ein großes Lob ans Publikum, das uns in der Phase unterstützt hat, in der der Wurm drin war. Das hat viel geholfen." HFI-Präsident und Hallensprecher Markus Dörr sagte am Ende: "Die Zebras sind wieder in der Spur."

Tore für die HFI: Philipp Michel (7), Marcel Becker (5), Christoph Holz (5), Sven-Malte Hoffmann (4/1), Niklas Kiefer (3), Marvin Mebus (2), Sebastian Hoffmann (2/1), Moritz Dörr (1), Pascal Meisberger (1), Oliver Zeitz (1).

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