Wunschkonzert weckt Erinnerungen

Ein Hauch Nostalgie durchwehte den Big Eppel in Eppelborn beim Auftritt des Musikvereins Bubach-Calmesweiler: Die Musiker interpretierten vom Publikum gewünschte Songs, viele davon aus den „Swinging Sixties".

. "Schön war die Zeit" - unter diesem Motto lud der Musikverein Bubach-Calmesweiler am Sonntagnachmittag vor einer Woche zu einem Sonderkonzert in den Big Eppel nach Eppelborn ein. Trotz des tollen spätsommerlichen Wetters durften sich die Musikerinnen und Musiker um Dirigent Jörg Graf über sehr viele Konzertbesucher freuen.

Diese nahm das Orchester mit den zahlreichen, liebevoll zusammengestellten Medleys mit auf eine musikalische Zeitreise - die schon im Foyer des Big Eppel begann: Der glänzende Lambretta-Roller zog die Blicke magisch an und die Dekoration vor der Bühne weckte gerade beim älteren Publikum Erinnerungen an Petticoats, Nierentische, aber auch an die ersten Fernsehsendungen und Radioprogramme.

Stilecht präsentierten sich auch die Orchestermitglieder. Vor allem die Damen in ihren gepunkteten Röcken und den roten Haarbändern erhielten viel Beifall für das passende Outfit.

Musikalisch begrüßt wurde das Publikum mit dem Stück "Musik ist Trumpf", und diesen Trumpf hielten die Musiker gut zwei Stunden lang in ihren Händen. "Wir wurden bei unseren Konzerten immer wieder angesprochen, ob wir nicht mal dieses oder jenes Stück spielen könnten. Schließlich haben wir alle Musikwünsche gesammelt und präsentieren sie heute in diesem Sonderkonzert", erklärte Musikvereinsvorsitzender Michael Zawar. Durch das Programm führte Gudrun Schomer, die - ebenfalls im Petticoat - mit ihrer Moderation das Publikum in die Nachkriegszeit entführte, "in dem der Wohlstand für alle auch den ersten Italienurlaub mit sich brachte". Und so erklangen Lieder wie "Chianti-Wein" oder "Bella Bimba", das Publikum klatschte begeistert mit. Zeit zum Träumen gab es bei den "Evergreens in Swing".

Bei Liedern wie "Die ganze Welt ist himmelblau" oder "Wir wollen niemals auseinander gehen" war auch das Mitsingen dieser über die Generationen bekannten Melodien durchaus erwünscht. Glenn Miller, Tom Jones, alle Musikgrößen fanden ihren Platz in dem Konzertprogramm, das am Ende wohl keinen Musikwunsch unerfüllt ließ.

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