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Wölfe beißen sich an den Zebras die Zähne aus

Wölfe beißen sich an den Zebras die Zähne aus

Gegen die ersatzgeschwächten Merziger Wölfe feierten die Handballfreunde Illtal am Sonntag einen klaren Heimsieg. Die Kräfteverhältnisse auf dem Parkett der Eppelborner Hellberghalle waren dabei meist klar.

Am Sonntagabend läuft in der Eppelborner Hellberghalle die 25. Minute im Handball-Oberligaspiel zwischen den HF Illtal und dem HSV Merzig-Hilbringen . Merzigs Marcel Rudolph wird sehenswert am Kreis freigespielt und hämmert den Ball aus kurzer Distanz auf das Illtaler Tor - doch HFI-Schlussmann Robin Näckel pariert das Geschoss mit einer artistischen Fußabwehr.

Es war eine Szene mit Symbolcharakter. Denn die ersatzgeschwächten Merziger Wölfe bissen sich an Näckel und der HFI-Hintermannschaft lange Zeit die Zähne aus. Am Ende gewann Illtal sein Heimspiel vor 500 Zuschauern deutlich mit 27:20 (16:9). "Wir waren heute gegen einen starken Gegner zu viele Minuten nicht auf der Höhe, um etwas mitzunehmen", sagte HSV-Trainer Marcus Simowski. Nach ausgeglichenem Beginn waren die Illtaler Zebras immer stärker ins Rollen gekommen und lagen nach 17 Minuten mit 9:4 in Führung. Die Heimmannschaft ließ in der Defensive wenig anbrennen und wirkte vor allem gedankenschneller als die zuweilen unkonzentrierten Gäste. Kurz vor der Pause stibitzte Illtals Philipp Michel HSV-Spielmacher Lukas Fischer den Ball, ging allein aufs Tor zu und erhöhte auf 15:8 (28.).

Im zweiten Durchgang änderte sich an den Kräfteverhältnissen auf dem Parkett zunächst wenig. Als Illtals Jonas Guther nach 40 Minuten von Rechtsaußen das 21:12 markierte, diskutierten die Zuschauer wohl nur noch über die Höhe des Sieges. Doch so leicht wollten sich die Wölfe nicht geschlagen geben. In der Abwehr stand der HSV nun deutlich stabiler, und in der Offensive wusste Merzig Lücken in der Illtaler Deckung immer besser auszunutzen. In der 45. Minute verkürzte Norbert Petö auf 15:21, wenige Minuten später betrug der Rückstand nach einem Rückraum-Treffer von Tomas Kraucevicius sogar nur noch vier Tore (22:18/51. Minute).

"Unsere Rückwärtsbewegung hat in dieser Phase nicht mehr gestimmt, dadurch ist Merzig über die schnelle Mitte zu einfachen Toren gekommen", monierte HFI-Trainer Steffen Ecker, dessen Mannschaft in der Schlussphase aber wieder davonzog. Nach dem 26:20 durch Christoph Holz (57.) war die Partie entschieden. "Der Rückstand zur Pause war zwei oder drei Tore zu hoch. Sonst hätten wir noch einmal rankommen können", sagte HSV-Trainer Simowski, der im Illtal ohne fünf verletzte Spieler angetreten war. "Wir bekommen jede Woche Komplimente dafür, dass wir uns trotz der Ausfälle gut schlagen, aber davon können wir uns nichts kaufen. Die letzte Woche überstehen wir jetzt aber auch noch und freuen uns dann auf die Winterpause."

HFI-Torwart Näckel war mit über einem Dutzend starker Paraden Garant für den Sieg der Zebras. Er meinte grinsend: "Ein oder zwei Bälle mehr hätte ich noch rausholen können, aber meine Leistung war schon okay. Wichtig ist aber, dass die beiden Punkte hier geblieben sind." Die HFI müssen nun als Tabellenzweiter am kommenden Sonntag um 17 Uhr zum Drittletzten HSG Kastellaun/Simmern.

Tore für die HF Illtal : Philipp Michel (5), Niklas Kiefer, Oliver Zeitz, Philipp Daume, Leo Frisch, Christoph Holz, Michael Mathieu (je 3), Jonas Guther, Marvin Mebus (je 2).

HSV-Tore: Sebastian Klein (5), Tomas Kraucevicius (4), Marius Merziger, Maurice Duchene (je 3), Norbert Petö (2), Tobias Schwindling, Marcel Rudolph, Lukas Fischer (je 1).