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Wo Rasenpflege auch Chefsache ist

Wo Rasenpflege auch Chefsache ist

Die Saarbrücker Zeitung präsentiert wieder die Serie „Ich lebe gerne in . . .“. Eine Woche lang berichten wir jetzt über Menschen aus Eppelborn. Heute: Kunibert Klein, Präsident des Fußballclubs Hertha Wiesbach.

. "So soll stets unser Wahlspruch sein: Hertha Wiesbach soll wachsen, blühen und gedeih'n". Rudi Bastuck hat diese Zeilen gereimt, die Teil der Vereins-Hymne der Wiesbacher Hertha ist. Und in der Tat hat es der Fußballverein, gegründet 1908, ganz schön weit gebracht. In der dritten Saison spielt die erste Mannschaft um Trainer Heiko Wilhelm nun bereits in der Oberliga, also der zweithöchsten Amateurklasse und der fünft-höchsten Liga überhaupt. In der Oberliga sind die Strukturen schon an die Profis angelehnt, was für Wiesbach bedeutet, dass es nach einer entsprechenden Satzungsänderung nun einen Präsidenten gibt (keinen Vorsitzenden mehr) und auch einen Aufsichtsrat.

Kunibert Klein ist seit April 2009 der "Vormann" der Hertha, sein Namensvetter Dirk Klein ist Aufsichtsratsvorsitzender. "Ich zähle die Stunden nicht, die ich für den Verein tätig bin", outet sich Kunibert Klein beim Besuch der SZ im Wiesbacher Prowin-Stadion als leidenschaftlicher Herthaner. Früher hat der nun 52-Jährige natürlich selbst das runde Leder bewegt. Da war er in der Abwehr ebenso engagiert wie jetzt als Kopf seines Vereins mit rund 400 Mitgliedern. Stolz ist man auf die Jugendarbeit. Zirka 160 Jungen und Mädchen werden vom Team um den Koordinator Frank Pfister betreut. Was sich auch schon für die aktive Mannschaft ausgezahlt hat: Talent Lucas Schneider (18) ist in die Erste aufgerückt. Dort trifft er auf zwei weitere "echte" Wiesbacher. Die Brüder Carsten und Patrick Ackermann halten der Hertha und ihrem Wiesbach die Treue.

Wie geleckt präsentiert sich das Stadion am Wallenborn: ein super gepflegter Kunstrasenplatz (gerne selbst vom "Chef" mit den speziellen fahrbaren Gerätschaften in Form gebracht), eine dank des Sponsoren-Engagements fast neue Tribüne und als Schmankerl eine Videowall. "Wir sind der einzige Amateur-Verein im Saarland mit solch einer Anzeigetafel", ist Kunibert Klein einmal mehr stolz auf seine Hertha.

"Die Herthaner sind eine tolle Gemeinschaft, die Dorfgemeinschaft identifiziert sich mit dem Verein", weist er auch auf den guten Zuschauerschnitt von 400 bis 500 Gästen hin. Eine eigene Wand mit einer Fülle von Täfelchen kündet auch von der Menge der Sponsoren. Dabei natürlich auch die Levo-Bank, früher Raiffeisen-Bank Wiesbach. Die Unterstützung aus dem Dorf ist eben groß.

An diesem Samstag erwartet die Hertha um 16.30 Uhr TuS Koblenz als Gegner im heimischen Stadion. Weil die Koblenzer mit mehreren Bussen und großem Gefolge anreisen und die Begegnung als "Gelb-Spiel" eingestuft wurde, müssen die Wiesbacher nicht nur für Security-Kräfte neben den üblichen Ordnern sorgen, sondern auch einen abgegrenzten Bereich für die Gäste vorhalten. "Das kriegen wir hin", gibt sich Kunibert Klein gelassen. Er kann sich auf seine Mitstreiter in Vorstand und Verein verlassen. Mit ein Grund, warum er sich wohl fühlt in seiner Rolle als Hertha-Präsident und als Wiesbacher.

www.herta-wiesbach.de

www.eppelborn.de