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Kultur iun Eppelborn
Wo Jimi Hendrix lebendig wird

Eppelborn . Mit dem Big Eppel hat Eppelborn eine stattliche Kultur- und Veranstaltungshalle im Ortszentrum. Das Programm ist vielseitig. Von Solveig Lenz-Engel

Mit einem Vortrag des bekannten Erziehungsberaters Dr.  Jan-Uwe Rogge startete das Veranstaltungsprogramm im Kultur- und Kongresszentrum Big Eppel in Eppelborn ins zweite Halbjahr. Er gab  Erziehungsberechtigten Tipps, wie sie und der Nachwuchs unbeschadet durch Trotzalter und Pubertät kommen.  „Wir setzen bei der Programmgestaltung  jetzt verstärkt auf solche  lebensnahen Vorträge und wollen auch in der Sparte Reise-  oder Berg-Abenteuer  ein bisschen  mitmischen“, sagte Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset bei der Programm-Präsentation  (siehe Artikel unten) im Eppelborner Rathaus. Von dem bisherigen Fokus auf Comedy werde man etwas abrücken, ohne das Genre zu vernachlässigen. Der Grund?   „Neunkirchen mit der Neuen Gebläsehalle lockt  mittlerweile viele  Comedy-Fans an, da können wir nicht parallel dazu auf solche Veranstaltungen setzen“, sieht die Verwaltungschefin die Situation realistisch. Die Gebläsehalle hat einfach größere Kapazitäten.



Das Eppelborner Tableau kann sich sehen lassen, hat beispielsweise mit dem Wrestling-Event, ganz besondere Abende zu bieten, die zwar mit Kultur eher wenig zu tun haben, aber für einen vollen Saal sorgen.  Nicht ganz in den klassischen Kultur-Kanon passt auch der Dance4Fans&Streetstyle Contest, bei dem es sich um einen Tanz-Wettbewerb für Kinder, Junioren und Erwachsene handelt und es sogar um die Qualifikation zur Europameisterschaft 2017 geht. „Da ist immer die Hölle los“, sagt Natali Darlagianni vom Eppelborner Rathaus-Team. Die Teilnehmer reisen aus ganz Deutschland busseweise an, um im Big Eppel ihre Choreografien zu zeigen. Für die tanzbegeisterte Bürgermeisterin ist dieser Tag ein Höhepunkt im Veranstaltungsprogramm.

Zu diesen Highlights zählen sie, Kulturamtschef Aloysius Scholtes und Hallenmanager Heiko Girnus, auch die Aufführungen der örtlichen Theatervereine aus Humes  und Bubach, die sich immer freuen,  ihre Stücke nicht nur auf den heimischen Bühnen, sondern auch im großen Saal des Big Eppel zeigen zu können.

Eine „hausgemachte“ Veranstaltung ist auch der „Tag für Frauen“, an der unter anderem die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Neunkirchen, Heike Neurohr-Kleer, die Katholischen Frauen (kfd) mit der Wiesbacherin Rita Monz und das Neunkircher Frauenhaus beteiligt sind. Wobei es am Frauentag nicht nur um Information zu ernsten Themen geht, sondern mit der Tauschbörse und dem Flohmarkt auch um Spaß und Unterhaltung.

Die Bergmusikanten der Bergkapelle sind  mit ihrem Benefizkonzert auch immer wieder gerne gesehene Gäste in Eppelborn. Haben sie doch im Laufe der Jahre mehr als 30 000 Euro für Eppelborner Hilfsorganisationen und Projekte im wahrsten Wortsinne eingespielt.  Einen weiteren Höhepunkt erwartet man auch vom Thomas-Blug-Konzert in Erinnerung an das Gitarristen-Idol Jimi Hendrix.



Wichtig mag auch die Anmerkung sein, dass es für  den Bibi-Blocksberg-Nachmittag nicht mehr allzu viele Karten gibt. Um sich und vor allem den Kindern Enttäuschungen zu ersparen,  sollte man die Karten im Vorverkauf zügig erwerben, denn an der Tageskasse  ist erfahrungsgemäß  bei diesen Veranstaltungen kaum mehr was zu  haben. Apropos Enttäuschungen: Auch wenn die Gastronomie im Big Eppel, das Cult, seit Jahresbeginn geschlossen ist, muss bei Big-Eppel-Terminen niemand Durst und Hunger leiden. „Oben an der großen Theke wird bedient, entweder durch die veranstaltenden Vereine selbst oder durch Caterer“, sagt die Bürgermeisterin.  Man sei in Gesprächen mit den Eigentümern des Cult, die allerdings   wenig hoffnungsfroh hinsichtlich eines neuen Pächters seien. „Wir werden aber eine Lösung finden“,  sagt Birgit Müller-Closset.

Eppelborn blickt veranstaltungsmäßig auch bereits ins kommende Jahr: So gibt es vom 9. bis 16. März die 29. Auflage der Figurentheatertage und, neu in Eppelborn, die zehnten saarländischen Gitarrentage vom 26. bis 29. März. Die  hat die Gemeinde von der Nachbarkommune Lebach geerbt, die die Veranstaltung wegen eines Personalengpasses nicht mehr stemmen konnte.  Im Jahr 2018 wird es auch wieder die „Junge Bühne Eppelborn“ als Schaufenster von Nachwuchs-Künstlern  der verschiedensten Sparten aus der Gemeinde geben. Die hatte 2017 nämlich Pause.

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