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Ein Buch über Wiesbach
Wiesbacher Geschichte zum Aufblättern

Unser Bild zeigt das Kernredaktionsteam, das das Buch „Wiesbach – Geschichte eines saarländischen Dorfes“ in mehrjähriger Arbeit realisiert hat zusammen mit Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (Fünfte von links), Ortsvorsteher Stefan Löw (Dritter von links) und Verleger Andreas Schorr (links).
Unser Bild zeigt das Kernredaktionsteam, das das Buch „Wiesbach – Geschichte eines saarländischen Dorfes“ in mehrjähriger Arbeit realisiert hat zusammen mit Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (Fünfte von links), Ortsvorsteher Stefan Löw (Dritter von links) und Verleger Andreas Schorr (links). FOTO: Andreas Engel
Wiesbach. Zum 800-jährigen Bestehen des Dorfes ist ein Buch mit vielen Beiträgen zur Historie entstanden. Von Andreas Engel

Wie heißt es so schön: Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Das bedeutendste Ereignis im Eppelborner Gemeindeteil Wiesbach sind die Feierlichkeiten zum 800-jährigen Bestehen des Ortes, die in diesem Jahr die Agenda bestimmen. Zentraler Punkt des Geburtstages ist die Herausgabe des Buches „Wiesbach. Geschichte eines saarländischen Dorfes“, dessen Produktion jetzt in die finale Phase eingetreten ist. Das vielköpfige Redaktions- und Autorenteam um den Verleger Andreas Schorr (Röhrig Universitätsverlag St. Ingbert) arbeitet seit Jahren an dem 390-seitigen Werk mit einer Fülle unterschiedlicher Beiträge. Die vielen Geschichten, zahlreichen Abbildungen und die profunden Informationen machen das Werk zu einem interessanten Nachschlagewerk und unterhaltsamen Lesebuch zugleich.


Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wiesbach 1218. Von der mittelalterlichen Entstehung und Gründung ausgehend, durchforsten die Autoren 800 Jahre Geschichte und schlüsseln sie auf in einzelne Abschnitte. Das Buch ist klar und und übersichtlich strukturiert, nach Themen und Zeitläufen sortiert. Die Natur und die geografische Lage sind ebenso bedeutsam und finden Aufmerksamkeit im Buch wie die industrielle und die mit ihr einhergehende, gesellschaftliche Entwicklung und Geschichte. Schon in der Antike war Wiesbach mit Mangelhausen besiedelt. Der römische Münzort Mangelhausen legt beredtes Zeugnis ab, berichtet Autorin Christine van Hoof. Andreas Schorr befasst sich ausführlich mit Wiesbachs Ersterwähnung 1218 und der lothringischen Geschichte ab dem 13. Jahrhundert. Der langwierige Weg in die Moderne ist das Thema für Wendelinus Naumann. Claudia Ulbrich beschäftigt sich mit Einblicken in die Rechts- und Alltagskultur. Schließlich gelangt Gabriele B. Clemens in das Wiesbach des Ersten Weltkrieges, während Franz-Josef Schäfer sich die Geschehnisse des Nazi-Faschismus in der Hitlerzeit vorgenommen hat. In diesem Zusammenhang erinnerte in der letzten Redaktionssitzung Andreas Schorr an die „relativ vielen Euthanasieopfer aus Wiesbach, die in Hadamar ermordet wurden“. Schließlich obliegt es dem aktuellen Ortsvorsteher Stefan Löw, das Wiesbach des Jahres 2018 vorzustellen. Herausgegeben wird das Buch von der Gemeinde Eppelborn durch Bärbel Kuhn, Hans Günther Maas und Andreas Schorr.

Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset betonte, dass ohne die Unterstützung von Sponsoren die Realisierung des Wiesbacher Buches nicht möglich gewesen wäre. Immerhin sei das Buch unter wissenschaftlicher Begleitung, in Zusammenarbeit mit Historikern entstanden und blättere 800 Jahre wechselvolle Dorfgeschichte auf.



Das Buch kann bis zum 31. März beim Röhrig Universitätsverlag in St. Ingbert zum Subskriptionspreis von 29,90 Euro bestellt werden. Danach kostet es 39,90.