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Wiesbach verliert: „Wie wir heute verteidigt haben, war dilettantisch“

Wiesbach. Die Fußballer des FC Hertha Wiesbach haben am Freitag in der Fußball-Oberliga ihr Heimspiel gegen die TSG Pfeddersheim mit 1:2 (1:1) verloren. Nach der dritten Niederlage in Folge wird der Ton in Wiesbach rauer. mire

"Meine Spieler müssen schleunigst raus aus ihrer Wohlfühl-Oase und wieder lernen, dass man Fußball kämpfen muss", forderte Heiko Wilhelm. Der frustrierte Hertha-Trainer ergänzte: "Wie wir heute verteidigt haben, war nicht nur schlecht - das war dilettantisch."

Gemeint war vor allem die spielentscheidende Szene in der 87. Minute: Hertha-Innenverteidiger Carsten Mann leistete sich an der Grundlinie des eigenen Strafraums einen Ballverlust und ließ sich danach zu einem Foulspiel hinreißen. Den Elfmeter verwandelte TSG-Torwart Thorsten Müller zum 2:1-Endstand für Pfeddersheim.

Zuvor war Wiesbach vor etwa 300 Zuschauern im Prowin-Stadion nur schleppend in die Partie gekommen und nach 23. Minuten in Rückstand geraten: Pfeddersheims Steffen Litzel traf nach einem Eckball per Kopf. Der FC Hertha spielte zu statisch, erzielte nach 33. Minuten aber trotzdem überraschend den Ausgleich. Engin Yalcin hatte nach einem Pfostenschuss von Patrick Ackermann abgestaubt (33. Minute). Im zweiten Durchgang wurde Wiesbach stärker, hatte durch Yalcin (69.) und Patrick Ackermann (75., 82.) sogar die Führung auf dem Fuß. Das entscheidende Tor erzielten aber die Gäste. Wilhelm kündigte nach der durchwachsenen Vorstellung seiner Elf an: "Ich werde einige Dinge im Training umstellen und schauen, auf welche Spieler ich mich verlassen kann."