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Wiesbach gewinnt die Hitzeschlacht

Wiesbachs Patrick Ackermann jubelt nach dem 2:1. Foto: Bastuck/LFT
Wiesbachs Patrick Ackermann jubelt nach dem 2:1. Foto: Bastuck/LFT FOTO: Bastuck/LFT
Wiesbach. Fußball-Oberligist FC Hertha Wiesbach kann doch noch gewinnen. Am Freitag schlug die Mannschaft von Trainer Michael Petry den FSV Salmrohr zu Hause mit 4:1. Und das bei einer „mörderischen Hitze.“ Mirko Reuther

Der FC Hertha Wiesbach hat in der Fußball-Oberliga einen Befreiungsschlag gelandet. Nach vier sieglosen Spielen zum Saisonauftakt gewann Wiesbach sein Heimspiel am Freitagabend gegen den FSV Salmrohr mit 4:1 (1:1). "Die Spieler sind jetzt eher müde als erleichtert. Die Hitze war mörderisch, jedes Trikot ist klatschnass. Nach dem Auslaufen haben sich die Jungs ein Bier verdient", gab Hertha-Trainer Michael Petry zufrieden zu Protokoll. Der 39-Jährige hatte die Hintermannschaft seiner Elf nach acht Gegentoren in den letzten beiden Partien umgestellt. Kapitän Mike Baier rückte auf die Position des linken Verteidigers. Seinen Part in der Innenverteidigung übernahm Marius Neumeier. Wiesbach gelang vor 200 Zuschauern ein Start nach Maß. Mittelfeldspieler Marcel Noll spielte einen starken Pass in die Schnittstelle der Gäste-Abwehr. Hendrik Schmidt nahm das Leder auf und traf flach links zur Führung (9. Minute). Der FC Hertha blieb im Anschluss überlegen und musste dennoch den Ausgleich hinnehmen. Ein Freistoß der Gäste von der rechten Seite segelte lange durch den Wiesbacher Strafraum. Salmrohrs 1,71 Meter großer Mittelfeldspieler Meliani Saim traf am langen Pfosten per Kopf zum 1:1 (21.). "Da müssen wir uns clev erer anstellen, es ist schon unnötig, dass es überhaupt zum Freistoß kommt, und dann verteidigen wir auch noch schlecht", sagte Schmidt.


Wiesbach drängte mit flottem Kurzpass-Fußball umgehend auf die erneute Führung. Aber Sebastian Lück köpfte den Ball nach einer Ecke an die Latte (32.) und Noll traf mit einem Hammer aus 16 Metern den rechten Pfosten. "Dann sitzt du wieder in der Kabine und denkst dir: Eigentlich müsste es jetzt schon 4:1 stehen", haderte Petry.

Seine Mannschaft sorgte in der zweiten Halbzeit aber schnell für klare Verhältnisse. Patrick Ackermann traf nach Vorlage von Recktenwald mit einem Flachschuss zum 2:1 (46.). 20 Minuten später schoss der eingewechselte Engin Yalcin FSV-Torwart Daniel Ternes den Ball durch die Beine: 3:1. Erneut hatte der starke Noll die Vorarbeit geleistet. In der 71. Minute war die Partie endgültig entschieden: Yalcin flankte vom linken Flügel, in der Mitte kam Hendrik Schmidt angeflogen und köpfte den Ball zum 4:1 ins Netz. "Man sieht, dass bei uns die Rädchen immer besser ineinandergreifen. Jetzt wollen wir gegen Burgbrohl nachlegen", sagte Wiesbachs Doppel-Torschütze Schmidt.



Bei der Spvgg. Burgbrohl - mit null Punkten Tabellenletzter - muss der FC Hertha bereits heute Abend um 19 Uhr antreten. Auf Wiesbacher Seite könnte dann schon Giovanni Runco im Kader stehen. Der 20-jährige Mittelfeldspieler vom FC Homburg hat in Wiesbach einen Einjahresvertrag unterschrieben und ist sofort spielberechtigt.