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„Wenn die Mama kocht, kocht sie mit Herz“

„Wenn die Mama kocht, kocht sie mit Herz“

Gemeinsam mit dem Deutsch-Italienischen Bildungs- und Kulturinstitut wurde in Eppelborn der Italienische Sommer gefeiert. Vergangenen Freitag endete er mit der Italienischen Nacht und leckeren Spezialitäten.

Giacomo Santalucia, Präsident des Deutsch-Italienischen Bildungs- und Kulturinstituts (DIBK) war hellauf begeistert: "Das hier muss man probiert haben! Und das da auch!" Er führte die Besucher von einem Stand zum nächsten und fast überall gab es Kostproben mediterraner Spezialitäten bei dieser Italienischen Nacht am Freitag auf dem Marktplatz in Eppelborn . Mit ihr fand der Italienische Sommer, den die Gemeinde zusammen mit dem DIBK veranstaltet hatte, ihren Abschluss und Höhepunkt.

Was Santalucia an den Spezialitäten so gefiel, war nicht nur, dass sie italienisch und köstlich waren, sondern vor allem, dass viele von denen, die dieses Jahr erstmals angebotenen wurden, explizit sizilianisch waren. Er hat selbst sizilianische Wurzeln und pflegt mit Herzblut die Eppelborner Städtepartnerschaft mit Realmonte. "Hier, Cannoli und Mandorla! Wenn Italiener in Sizilien Urlaub machen, stürmen sie als erstes die Pasticceria, die diese verkaufen." Die kleinen Gebäcke mit Nüssen und Cremefüllungen hatten in der Tat Suchtfaktor .

Außerdem hatten es Santalucia die Arancini von Francesca Vecchio angetan. Er habe lange nach jemandem gesucht, der sie so gut hinbekomme. Das Geheimnis von Vecchio: "Wenn die Mama kocht, kocht sie mit Herz! Und spontan, ich habe keine Rezepte."

Dass es sich bei den Anbietern der Speisen um kleine Familienunternehmen handelte, das war Santalucia wichtig: "Wir wollen es original. In Italien gibt es überall diese kleinen Marktplätze mit Ständen wie hier heute." Und wie in Italien wurde auch in Eppelborn hier und da ein Plausch auf Italienisch gehalten, besonders im Dunstkreis der Delegation aus Realmonte.

Schon bald nach Beginn des Festes schoben sich die Besucher dicht an dicht über den Platz, waren die Tischreihen voll besetzt. Die Gruppe Da Vinci machte mit italienischen Hits ordentlich Stimmung und so dauerte es nicht lange, bis die ersten Besucher vor der Bühne das Tanzbein schwangen.

Dabei hatte nur wenige Stunden zuvor noch alles auf der Kippe gestanden. Unwetter hatte man befürchtet und dass man die Italienische Nacht absagen müsste. Doch Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset war hartnäckig optimistisch geblieben: "Ich habe gesagt, wir warten ab. Und jetzt ist das Wetter fantastisch!", freute sie sich. Außer den zahlreichen Mitarbeitern der Gemeinde, waren auch Gemeinderatsmitglieder im Einsatz und versorgten die Besucher mit Getränken.

Über den Platz schlenderte auch Claudia Prinz-Meiser mit der Familie. "Mir gefallen die ausgefallenen Speisen, Cannoli etwa kennt man ja hier nicht so." Hyazinthe Alt und Hans-Jürgen Schuhmacher begegnen sich jedes Jahr auf der Italienischen Nacht. "Wir haben hier fast so etwas wie ein Jahrgangstreffen. Es ist immer gemütlich und die Stimmung super!"