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„Wenn der Start erfolgt, heißt es einfach Vollgas geben“

Eine Kraftanstrengung – auch für die Titelverteidiger aus dem Kraftsportverein. Foto: Carolin Merkel
Eine Kraftanstrengung – auch für die Titelverteidiger aus dem Kraftsportverein. Foto: Carolin Merkel FOTO: Carolin Merkel
Humes. Für die Zuschauer war's eine Riesen-Gaudi, für die „zugkräftigen“ Mannschaften eine schweißtreibende Angelegenheit. Schließlich wiegt so ein Bus rund zehn Tonnen. Zwölf Teams waren am Start, am Ende hatten die RKG-Ringer Illtal die Nase vorn. Carolin Merkel

"Vollsperrung der Pastor-Pfeil-Straße in Humes " - so lautetet die Verkehrsmeldung für den Eppelborner Ortsteil Humes an Maria Himmelfahrt. Doch keine Sorge, kein Unglücksfall hatte zu der fast zweistündigen Sperrung der Straße zwischen neuem Dorfplatz und Pfarrkirche geführt, sondern die zweite Auflage des Bus-Pulling. Das wurde nach der, wenn auch nassen, aber dennoch gelungenen Premiere im Vorjahr erneut im Rahmen der Humeser Kirmes durchgeführt. Und so, wie die gesamte Veranstaltung vom Schulhof auf den neuen Dorfplatz, der erst im Juli eingeweiht wurde, umgezogen ist, so war auch der sportlich faire Wettkampf in den Festbereich verlegt worden. Die Regeln dabei schienen recht einfach, die Umsetzung ging bei manchem dann aber fast an die Grenze der Belastbarkeit. Schließlich galt es, mit einem Team aus sechs Athleten, die rund zehn Tonnen, die der Linienbus auf die Waage bringt, auf einer Strecke von 20 Metern möglichst schnell über die Ziellinie zu bringen. Die größte Schwierigkeit dabei, das blieb dem Publikum nicht verborgen, war es, den Bus erst einmal in Bewegung zu bringen.



Das hatte das Team der Pull Harleys um Holger Backes im vergangenen Jahr schon erfahren. "Das kann man nicht trainieren, wenn der Start erfolgt, heißt es einfach, Vollgas geben", erklärte Backes, der sich mit seinen Teamkollegen noch mit einem kühlen Getränk stärkte. Denn auch das Wetter, sagte er, spiele in diesem Jahr eine entscheidende Rolle.

Außer Konkurrenz , aber mit sichtlich viel Spaß, gingen die Damen des Zumba-Teams vom TV Bubach an den Start, Sie hatten sich ganz spontan entschieden, in die vermeintliche Männerdomäne, zu der zwölf Teams gemeldet hatten, einzugreifen. Mit einer Zeit von 21,5 Sekunden zeigten sie durchaus, dass auch Frauen bei diesem Wettbewerb mitmischen können. Die schnellste Zeit im ersten Vorlauf kam von den RKG-Ringern, die mit 14,31 Sekunden zwei Zehntel schneller waren als Fire & Rescue Airport Saarbrücken. "Die Feuerwehr aus Saarbrücken, aber auch unsere Wehr aus Humes haben jeweils mal mit einem Feuerwehrauto trainiert, aber ansonsten steht bei unserem Wettbewerb ganz klar der Spaß im Vordergrund", erklärte Benny Hellbrück, Pressesprecher der Betze-Bummler, Ausrichter des Bus-Pulling. Entsprechend gab es für die die drei Erstplatzierten Freibier fürs Team, eine Kiste und für den Sieger ein 30-Liter-Fass zu gewinnen. Unter den Zuschauern strahlte Ortsvorsteher Edgar Kuhn und Betze-Bummler Vorsitzender Uwe Ziegler mit der Sonne um die Wette. Hatte doch die zweite Auflage bei strahlendem Sonnenschein die Humeser Bürger mobilisiert, auch am vierten und letzten Tag der Kirmes noch einmal auf dem Dorfplatz zu kommen und gemeinsam mit den Vereinen das Patronatsfest mit einem kühlen Bier und Partystimmung ausklingen zu lassen.