Wehren proben Ernstfall

Marpingen/Dirmingen. Aus zwei Richtungen rückten am Samstag die Löschfahrzeuge am Frankenbacher Hof im Eppelborner Ortsteil Dirmingen an. "Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen" war die Vorgabe zu einer Übung, an der die Löschbezirke Dirmingen und Berschweiler die landkreisübergreifende Zusammenarbeit trainieren wollten

Marpingen/Dirmingen. Aus zwei Richtungen rückten am Samstag die Löschfahrzeuge am Frankenbacher Hof im Eppelborner Ortsteil Dirmingen an. "Brand in einem landwirtschaftlichen Anwesen" war die Vorgabe zu einer Übung, an der die Löschbezirke Dirmingen und Berschweiler die landkreisübergreifende Zusammenarbeit trainieren wollten. Drei Personen werden noch in der Halle mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten vermisst, in der ein Brand ausgebrochen war, lautete die Information, die der aufgeregte Bauer den eintreffenden Einsatzkräften geben konnte. Doch neben Brandbekämpfung und Menschenrettung galt es noch eine andere Hürde zu meistern. Die Herausforderung bei den Aussiedlerhöfen in der Gemeinde ist die oft sehr schwierige Wasserversorgung, denn die verfügbaren Hydranten bringen nicht die für einen größeren Einsatz erforderliche Leistung. Strohlager in FlammenGerade beim Frankenbacher Hof hatte sich das erst vor zwei Jahren gezeigt, als in unmittelbarer Nähe ein Strohlager in Flammen stand. Über mehrere hundert Meter musste das Wasser bis zur Einsatzstelle gepumpt werden. Auch in dieser Übung stand deshalb die Wasserversorgung über lange Wegestrecken als Schwerpunkt auf dem Programm. An der Frankenbach wurde eine Pumpe in Stellung gebracht und Löschwasser von dort über rund 400 Meter bis zu den Löschfahrzeugen gefördert. Koordiniert wurde der Einsatz im Einsatzleitwagen der Feuerwehr Marpingen, der in Berschweiler stationiert ist. Dort kam mit einer Wärmebildkamera modernste Technik zum Einsatz. Recht schnell konnten die vermissten Personen in der verqualmten Halle gefunden und gerettet werden, als der Übungsleiter überraschend eine weitere Übungssituation einspielte: Ein Feuerwehrmann, der gerade unter Atemschutz den Brand im Innern der Halle bekämpfte, war bewusstlos zusammengebrochen. Schnell musste der bereitstehende Sicherungstrupp einspringen und den Kameraden retten. Eppelborns Wehrführer Hermann Josef Recktenwald und sein Amtskollege German Eckert aus Marpingen waren sehr zufrieden mit der Leistung. Recktenwald lobte besonders die gute Zusammenarbeit der beiden Löschbezirke. Es war ihre vierte gemeinsame Übung. red