Wandern, rasten und schlemmen

Das erste Wanderwegefest des Freundeskreises Illtal in Eppelborn war ein voller Erfolg. Das Konzept: Über eine Strecke von 18 Kilometern konnte gewandert werden. Unterwegs wurden den Wanderern an neun Stationen verschiedene Spezialitäten aus der Region angeboten. So zum Beispiel Weine in Dirmingen.

. Losgehen, wo, wann und in welche Richtung man will und rasten wo und wann man will auf einer Strecke von 18 Kilometern mit neun Stationen, an denen regionale Spezialitäten angeboten werden - das war das Konzept des Wanderwegefestes, das der Freundeskreis Illtaler Land in Zusammenarbeit mit Vereinen und Unterstützern am Sonntag erstmals veranstaltete.

Da die geführte kulinarische Wanderung des Freundeskreises im vergangenen Jahr aus allen Nähten geplatzt war, probierte man nun diese Variante aus. "Der Andrang soll so zeitlich und räumlich kompensiert werden", erklärte der Vorsitzende Manfred Holz . Dass er an der Station seines Vereins in Eppelborn beim Rühreibraten ganz schön ins Schwitzen geriet, zeigte, dass dies nicht immer ganz gelang. Bei der morgendlichen Eröffnung waren hier rund 200 Leute vor Ort, frühstückten, lauschten den Begrüßungsworten der Eppelborner Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD ) und des Illinger Bürgermeisters Armin König (CDU ), und marschierten dann los.

Auch Gerd Hoffmann, gebürtiger Illinger, besorgte sich hier einen Teller "Startkapital": "Sehr innovativ, diese Zusammenarbeit zwischen Eppelbornern und Illingern!", lobte er. Auf der Strecke zwischen den beiden Orten, stets nahe der Hauptstraßen und der Bahngleise, sah man die Grüppchen dann eher vereinzelt ziehen, wenn es auch an den Stationen immer wieder zu Stoßzeiten kam, etwa wenn die Züge einen neuen Schwung Wanderer absetzten.

Mit dem Zug kam auch Bernhard Schattner, er traf in Dirmingen die Tochter mit Familie und ging von hier aus los: "Man hat an alles gedacht! Das Angebot ist sehr vielseitig und auch ein Spielplatz liegt an der Strecke." Wer sich in Dirmingen stärken wollte, konnte dies dank des örtlichen Kulturvereins bei Flammkuchen, Wein und Crémant. Wanderer, denen man an einer Station begegnet war, traf man häufig an einer der nächsten wieder. So hatte es auch Bürgermeister Armin König mit Frau Steffi inzwischen nach Dirmingen verschlagen: "Die Idee ist klasse und die Vereine geben sich so viel Mühe!" Mit dabei waren auch die Bienenzuchtvereine Eppelborn und Dirmingen , der Landgasthof Zum Wutze Walter, die LLG Langlauf Gemeinschaft Wustweiler und Juchems Naschwerk. Andrea Müller und Patricia Braun waren auf dem Weg zum Obst- und Gartenbauverein Wustweiler, wo es Scampispieße gab. Mit dabei die Hunde, offenbar bester Laune, wie auch ihre Frauchen: "Unsere erste größere Wanderung und es gefällt uns super! Leider können wir nicht überall essen, sonst kommen wir nicht mehr heim", sagten sie lachend. An allen Stationen herrschte eine lockere, familiäre Atmosphäre, die Wanderer gesellten sich zueinander an die Tische und kamen ins Plaudern. Den Abschluss machten viele bei der KFD (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) Illingen bei Kaffee und Kuchen im Freien. Wie hier blieb an den meisten Stationen kein Krümel übrig, musste vielmehr, wie Holz berichtet, kurzfristig Nachschub organisiert werden. Das Konzept sei gut aufgegangen, so Holz , im nächsten Jahr wolle man sich jedoch besser auf Stoßzeiten vorbereiten und die Raststationen mehr ins Grüne verlagern.