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Habacher Bauernhaus zeigt Werke
Wahre Kunst braucht keine Erklärung

Die Malgruppe der L`école Montmartre aus Lebach zeigt im Bauernhaus Habach eine Auswahl ihrer Werke.
Die Malgruppe der L`école Montmartre aus Lebach zeigt im Bauernhaus Habach eine Auswahl ihrer Werke. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Habach. „Magie der Farben“ heißt eine Ausstellung der L`école Montmartre, die im Bauernhaus Habach gezeigt wird. Von Carolin Merkel

„Fragen sie sich nicht, was will der Künstler damit sagen, sondern, schauen sie sich die Bilder an und überlegen sie, was es Ihnen sagt“, diese Worte gab Manfred Naujoks, einer der zehn Künstler den zahlreichen Gästen der Vernissage am Sonntagnachmittag am Habacher Bauernhaus mit auf den Weg durch die Ausstellung. Die kommt unter dem Motto „Magie der Farben“ daher und wurde von einer Malgruppe der Kunstschule L`école Montmartre aus Lebach gestaltet. Für Naujoks steht fest, dass Kunst keine Erklärung braucht. Immer am Mittwochvormittag, erfuhren die Gäste, treffen sich die neun Frauen und Manfred Naujoks, der Hahn im Korb, um gemeinsam ihrer Lust am Malen und Gestalten zu frönen. Im Mittelpunt des Kurses, bei dem Malschulleiter Edwin Schneider seinen Schülern immer wieder Impulse gibt, steht das Material Acryl.


Dass das alles andere als langweilig werden kann, zeigte ein Blick auf die unterschiedlichsten Werke, die in der Gruppe in den vergangenen Jahren entstanden sind. Gegenständliches und Abstraktes, kühle Farben, daneben ein leuchtendes Orange, kleine Hingucker und Großformate - all das lädt den Ausstellungsbesucher zum intensiven Betrachten ein. Naujoks hatte als jüngstes Mitglied, da er „als letzter zur Gruppe kam“, und zugleich als ältestes Mitglied – „das hat was mit meiner Biografie zu tun“ – die Aufgabe übernommen, die Gruppe mit ihrer Intention vorzustellen, vor allem aber auch dem Laien den Blick auf die Kunst zu eröffnen. „Wir treffen uns zum gemeinsamen Malen, aber das ist nicht wie in der Schule, wo jeder das gleiche Thema bearbeitet. Vielmehr gibt uns Edwin Schnieder ganz individuell Hilfestellung“, erzählte er. Vorbilder, das haben die Künstler dieser Gruppe alle, doch ein „Abmalen oder Kopieren“, betonte Naujoks, gibt es nicht. Sie alle eint die Acrylfarbe- und das aus gutem Grund, wie der Laudator erklärte. „Es ist einfach praktisch, weil es schnell trocknet und es verzeiht auch mal, im Gegensatz zu Aquarellfarben, kleine Fehler“.

Die ausgestellten Bilder überzeugen durch ihre hohe Qualität, ganz besonders ziehen auch die zahlreichen abstrakten Stücke den Betrachter in ihren Bann. Wie man mit ihnen umgeht, erläuterte Naujoks gerne: „ Die Vorliebe des Hirnes liegt darin, in allem Muster und Formen zu sehen, sonst werden wir unsicher. Versuchen sie, bei abstrakter Malerei einen anderen Zugang durch die Farbe - lassen sie sich einfangen davon, beobachten sie, wie sich die Stimmung verändert, welchen Einfluss die Farben auf ihr Gefühl haben“, erklärte er. Einen ausgedehnten Rundgang machte nach der Eröffnung Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset. Sie freut sich darüber, dass zwischen der Stadt Lebach und der Gemeinde Eppelborn mit dieser Ausstellung auch im künstlerischen Bereich interkommunal zusammengearbeitet wird.



Diese Künstler der Lebacher Kunstschule L`école Montmartre stellen im Bauernhaus Habach unter dem Motto Magie der Farben“ aus: Marietta Guinion, Ruth Großmann, Christine Jäckel, Helga Keller, Ellen Müller, Manfred Naujoks, Angelika Priesnitz, Pia Weinard, Inge Wild und Jutta Tuchborn.
Die Ausstellung „Magie der Farben“ der Lebacher Malschule L`école Montmartre ist jeweils sonntags von 15 bis 17 Uhr geöffnet, letztmalig am Sonntag, 23.September. Die Bilder sind auch am Tag des offenen Denkmals, Sonntag, 9. September in der Zeit von 14 bis 18 Uhr zu sehen. Im Bauernhaus Habach findet zeitgleich ein „Tag des Handwerks“ mit Vorführungen alter Handwerksberufe statt. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen beim Kulturamt unter Tel. (0 68 81) 96 26 28.