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Vorsicht vor dem Riesenbärenklau

Vorsicht vor dem Riesenbärenklau

Der Riesenbärenklau sieht dank seiner weißen, schirmartigen Blüten zwar dekorativ aus, ist jedoch gefährlich: Bei Hautkontakt können die Absonderungen der Pflanze in einer phototoxischen Reaktion zu Verbrennungen führen.

Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt, ist eine Pflanze, die aus dem Kaukasus als Neophyt, sozusagen botanischer Neubürger, zu uns gekommen ist, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Eppelborn. In Verbindung mit Tageslicht können die Extrakte des Bärenklaus zu schmerzhaften Quaddeln und Blasen führen.

Nur etwa 15 Prozent der Pflanzen stehen nicht in Naturschutzgebieten oder auf privaten Flächen. Sie beschäftigen Verwaltung und Bürger gleichermaßen. Die Leitung der Verwaltung, Birgit Müller-Closset, nehme die Verantwortung ernst. Wie wissenschaftliche Studien bewiesen, stelle eine flächendeckende Aktion ein wenig erfolgversprechendes Unterfangen dar. Der Nutzen eines solchen Versuches stehe in keinem Verhältnis zum Zeitaufwand. Die Entfernung der Pflanze könne deshalb nur dort sinnvoll sein, wo ein direkter Kontakt mit der Haut möglich ist, heißt es weiter.

Daher ist der Baubetriebshof der Gemeinde in regelmäßigen Abständen zur Bekämpfung des Riesenbärenklaus an öffentlichen Straßen, Wegen sowie Spielplätzen, unterwegs. Die sachkundigen Mitarbeiter entfernen mit Vorsicht und Sorgfalt die Wurzeln der Giftpflanze bis zu 15 Zentimeter unter der Erde oder setzen Pflanzenschutzmittel ein. Die Gemeinde ist daneben auch auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen. Eltern sollten ihre Kinder über die Folgen eines Kontaktes mit dem Riesenbärenklau aufklären. Sollte dennoch einmal ein direkter Kontakt der Pflanze mit der Haut stattfinden, sollte der Pflanzensaft direkt danach mit Wasser abgewaschen werden. Dann bestehe keine größere Verletzungsgefahr. Falls das nicht möglich sein sollte, wird der Gang zum Arzt empfohlen.