Von Marschmusik bis Popsongs

Ein gleichermaßen abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Neujahrskonzert legten jetzt die Musiker des Musikvereins Harmonie hin. Neben Stücken von Helene Fischer brachten die Musiker Marschmusik und Rocksongs zu Gehör.

Da staunten die Besucher des Neujahrskonzerts in der Wiesbachhalle am vergangenen Sonntagabend nicht schlecht. Denn die Bühne blieb - zunächst jedenfalls - leer, die Frage, die sich stellte: "Wo sind die Musikerinnen und Musiker des Musikvereins Harmonie geblieben?" klärte sich dann aber spätestens bei den ersten Klängen des Parademarsches.

Einmal rund um den Saal und anschließend auf Tuchfühlung mit den ersten Reihen gehen, großes Orchester und Jugendorchester unter der Leitung von Carlo Welker hatten sich gleich zu Konzertbeginn etwas ganz Außergewöhnliches einfallen lassen. Mit zünftiger Marschmusik an den Stuhlreihen vorbei marschierten die Bläser vor die Bühne, um mit dem " Zweiten Deutschmeister Regimentsmarsch" die Herzen aller Fans zünftiger Blasmusik zu erfreuen.

Einem perfekten Konzertbeginn folgte ein überaus abwechslungsreiches Programm: Helene Fischer , Nicole, Marschmusik, Musical und Rocksongs ergaben einen bunt gemischten Melodienstrauß beim Neujahrskonzert des Vereins. Sogar einen Walzer, wenn auch nicht von Strauß, doch den von Ernst Mosch 1956 geschriebenen mit dem Titel "Rauschende Birken", bildeten nur einen Kontrapunkt zu den modernen Stücken.

Die meisten der Orchestermitglieder waren in der Zeit, in der Mosch seine ersten Stücke komponierte, noch nicht geboren, auffallend viele junge Musiker bildeten mit einigen versierten Orchestermitgliedern einen vollen Klangkörper, der am Sonntag die Halle mehr als einmal erbeben ließ. "Mit unserem Programm heute Abend möchten wir auch einen Einblick in die Arbeit des Orchesters über das gesamte Jahr geben", erklärte Carlo Welker. Er fungiert am Dirigentenpult als Leiter des Orchesters, aber zugleich auch als Motivator der gesamten Truppe, Anerkennung für die Leistung seiner Schützlinge und Freude an der Musik sind bei ihm gleichermaßen zu spüren und bringen so engagierte Musiker hervor.

Wie abwechslungsreich Musik eines Blasorchesters sein kann, zeigten unter anderem die fast sphärischen Klänge der Flöten und Klarinetten bei "Harry Potter ", die großen Emotionen bei "Moment for Morricone"oder aber den Ausflug in die "Highlands", der von Karl-Otto Franz aus Bergweiler mit seinen Dudelsack-Klängen zum Hörerlebnis wurde.

Am Ende gab es viel Beifall für einen abwechslungsreichen, aber zugleich auch qualitativ hochwertigen Konzertabend.