Vogelzucht- und -schutzverein Eppelborn hatte Vogelschau

Vogelschau : Gezwitscher aus 200 Kehlen

Vom Wellensittich über den Graupapagei bis zum Nandu hatte die Vogelschau in Eppelborn so einiges zu bieten. Beste Noten gab es für die Züchter.

Ein vielstimmiger Vogelgesang empfing die Besucher am Wochenende bei der Vogelschau des Vogelzucht- und Schutzvereins Eppelborn im Saal des Gasthauses Bohlen in Calmesweiler. Zehn Aussteller präsentierten insgesamt 200 Vögel, die von drei Preisrichtern bewertet wurden. Eine zusätzliche Rahmenschau fand bei den Besuchern zudem viel Beachtung.

Die Begutachtung und Bewertung der ausgestellten Tiere nahmen Werner Kuhn (Wellensittiche), Rosi Philipp (Exoten und Großsittiche) und Norbert Marzlin aus St. Ingbert (Kanarien und Waldvögel) vor. „Die Preisrichter waren sehr zufrieden und bescheinigten den Eppelborner Züchtern eine sehr gute Qualität ihrer Zuchtergebnisse, was sich insbesondere in den hohen Punktzahlen ausdrückte“, erklärte der Vorsitzende des Vogelzucht- und Schutzvereins, Kurt Backes. Der beste Vogel der Schau, ein Wellensittichhahn, stammt aus der Zucht von Gerhard Schuh. Das beste Gegengeschlecht (Weibchen) stellte Ralf Rode aus. Als bester Altvogel wurde der Hahn grau von Kurt Backes ausgezeichnet, und das beste Gegengeschlecht, ein Opalin grau grün, züchtete Gerhard Schuh. Seit ein paar Jahren werden auch wieder Farbenwellensittiche bei der Schau bewertet. Erster Sieger wurde Giacomo Biendo mit seinem hell grünen Tier (siehe auch Info).

Der Vorsitzende des Vogelzucht- und Schutzvereins Eppelborn, Kurt Backes, stellte beim Rundgang die besten Tiere der Schau vor. Foto: Benno Weiskircher

Bei einem Rundgang durch die Schau stellte der Vorsitzende die Rassen vor und gab fachmännisch Auskunft über Herkunft der Tiere und ihre Haltung. Zu den Glanzstücken der Schau gehörte auch ein Seidenhuhn weiß mit vier Küken. „Eine Attraktion für Kinder“, sagte Backes. Der größte Vogel, den es in der Ausstellung zu sehen gab, war ein Gelbbrust-Ara. Er war ebenso wie zwei Graupapageien in einem großen Gehege untergebracht. Viele Bewunderer fand auch die Eierschau, die von Birgit und Hermann Kunkel (Nalbach-Bilsdorf) gezeigt wurde. 24 Gelege der unterschiedlichsten Vögel gab es zu sehen, angefangen von Hühnern, Wachteln, Enten, Zwerghühner über Wellensittiche, Amseln, Zebrafinken, Fasane bis hin zu dem aus Südafrika stammenden Nandu.„Seit 2006 betreiben wir die Nanduzucht“, erklärte Hermann Kunkel. Mit drei Eiern, die in einem Brutkasten ausgebrütet wurden, habe alles angefangen. „Eine Henne ist geschlüpft, in Niederbayern haben wir einen Hahn und eine Henne dazugekauft, und dann hat die Zucht begonnen“, berichtet Kunkel über seinen weiteren Zuchtverlauf. Viel Interessantes wusste der Nanduzüchter zu erzählen. So nimmt sich der Nanduhahn die Eier der Henne und brütet sie aus. Wenn das Wetter stimmt, kann das Gelege aus 25 bis 30 Eier bestehen, die ausgebrütet werden. Über die Nanduzucht ihres Mannes kam Birgit Kunkel zur Herstellung von hübsch anzusehenden „Leuchten“, die aus Nandueiern gefertigt wurden. Für die Vielfalt der Ausstellung ernteten die Eppelborner Vogelzüchter viel Lob vom Landesverbandsvorsitzenden Mathias Schäfer. „Sehr schöne Exoten sind hier zu sehen, eine interessante Rahmenschau und vor allem sind die Tiere in sehr schönen Volieren ausgestellt“, stellte Schäfer dem Eppelborner Verein ein sehr gutes Zeugnis aus.