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Fußball
Viertes Derby für die Hertha

Wiesbach. Fußball-Oberligist Wiesbach empfängt am Samstag Saar 05 und will den vierten Derbysieg. Von Mirko Reuther

Nachbarschaftsduelle sind im Fußball gemeinhin etwas besonderes. Für den FC Hertha Wiesbach könnten die Partien gegen die Lokalrivalen zuletzt allerdings an Reiz eingebüßt haben. Denn wenn der Oberligist am Samstag um 15.30 Uhr den SV Saar 05 Saarbrücken zum Heimspiel im Stadion am Wallenborn empfängt, ist es für die Hertha das vierte Saarderby in Folge. „Es sind wohl gerade saarländische Wochen“, sagt Wiesbachs Trainer Michael Petry und muss schmunzeln.


Der 40-Jährige hat derzeit allen Grund zu guter Laune. Denn nach den drei gewonnenen Lokalduellen gegen den FV Diefflen (2:1), den FSV Jägersburg (5:2) und den FV Eppelborn (3:2) ist Wiesbach in der Tabelle auf Platz zwei gestürmt. Am Mittwochabend war der FC Hertha auch in der dritten Runde des Saarlandpokals erfolgreich. Beim Saarlandligisten VfL Primstal gewann Wiesbach problemlos mit 6:0. „Wir waren von der ersten bis zur 90. Minute dominant und haben aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen. So einen konzentrierten Auftritt wünscht man sich als Trainer“, lobte Petry. Er sah im Primstaler Allerswaldstadion, wie seine Mannschaft schon in der dritten Minute spektakulär in Führung ging. Björn Recktenwald traf nach einem Freistoß mit der Hacke. Nach einem Angriff über den rechten Flügel ließ Giovanni Runco wenig später aus spitzem Winkel das 2:0 folgen (15. Minute). Durch drei weitere Treffer von Recktenwald und einen von Neuzugang Cordt Flätgen schraubte Wiesbach das Ergebnis in der zweiten Halbzeit weiter nach oben. Wiesbach hatte auf die Stammkräfte Mike Baier (Faserriss), Oliver Hinkelmann (Kapselriss im Zeh), Marcel Noll (beruflich verhindert) und Patrick Ackermann (Kreislaufprobleme) verzichten müssen. Daher sei „so ein souveräner Auftritt nicht selbstverständlich“, meinte Petry. Er ergänzte: „Tom Fink, Lukas Paulus, Cordt Flätgen und Fabio Pelagi – die Jungs, die ich reingeworfen habe, haben sich nahtlos eingefügt und überzeugt.“

Auch gegen Saar 05 Saarbrücken muss Petry womöglich darauf bauen, dass der zweite Anzug der Hertha passt. Ob Hinkelmann, Baier und Ackermann am Samstag wieder einsatzbereit sind, ist ungewiss. Lediglich Marcel Noll wird mit Sicherheit wieder im Kader stehen. Gegner Saar 05 Saarbrücken ist schwach in die Saison gestartet, bewies beim 3:2-Sieg über Regionalliga-Absteiger Eintracht Trier zuletzt aber aufsteigende Form. „Die Mannschaft hat Qualität und wird uns alles abverlangen“, warnt Petry. Zum Abschluss der Saarland-Wochen, hofft er auf einen weiteren Erfolg: „Vier Derby-Siege in Folge? Dann hätten wir die Sache sicherlich rund gemacht“, sagt der Trainer der Wiesbacher, Michael Petry.