Vielfalt macht Gesellschaft aus

Eine gute Mischung scheint es zu sein: Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset und ihr Team setzten auch diesmal beim Neujahrsempfang auf eine Mischung aus Reden, Ehrungen und Unterhaltungsprogramm.

Fein rausgeputzt hatte sich der Big Eppel in Eppelborn am vergangenen Sonntagnachmittag. Blauer Lichterschein und glänzende Neujahrswünsche in Gold und Silber, dazu prickelnder Sekt und verführerische Pralinen, so lässt es sich gut in das neue Jahr starten. Eingeladen zum Neujahrsempfang hatte Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset, mit ihrem Team setzte sie auch in diesem Jahr auf eine Mischung aus Reden, Ehrungen und einem Unterhaltungsprogramm aus Musik und Akrobatik. Die Qual der Wahl hatten die Gäste, als es um den besten Platz für das mehrstündige Programm ging. Sowohl die Möglichkeit, an einem der zahlreichen Tischgruppen gemütlich Platz zu nehmen, als auch an einem der vielen Stehtische ins Gespräch zu kommen, kam bei den Gästen gut an.

Für gute Stimmung bereits vor der offiziellen Eröffnung sorgte Manfred Gabler mit seiner Band. Mit den Worten "Gut, wieder hier zu sein, gut, euch zu sehen" von Hannes Wader brachte er musikalisch das Gefühl zum Ausdruck, das nach der Pause über Weihnachten und Neujahr wohl bei vielen herrscht. Allen voran bei Bürgermeisterin Müller-Closset, die die Gelegenheit nutzte, die positiven Seiten ihrer Gemeinde in ihrer Rede herauszustellen. Bevor sie auf den kleinen Schemel ("Die Leute haben im vergangenen Jahr gesagt, sie hätten mich am Rednerpult nicht gesehen") kletterte, verriet sie, dass sie doch ein wenig aufgeregt sei. Die Nervosität legte sich sehr schnell, nach der Begrüßung der vielen Ehrengäste startete sie ihr Plädoyer für mehr Menschlichkeit in der Welt, aber auch in der Gemeinde. "Wir leben in einer offenen, demokratischen Gesellschaft, für mich gibt es keine Obergrenze für Menschlichkeit", betonte sie. Müller-Closset verwehrte sich gegen rechte Hass-parolen ebenso wie gegen den Terror des IS. "Lassen Sie uns zum Sprachrohr der Menschlichkeit werden, dabei ist jeder einzelne wichtig", appellierte sie. Im Miteinander müsse man bereit sein, seinen Blickpunkt zu ändern und aufeinander zuzugehen. "Wir müssen offen sein für Veränderungen, nur das bringt uns weiter", betonte die Verwaltungschefin. Ganz ähnlich formulierte dies auch Dechant Matthias Marx in seiner kurzen Rede. Er gab die vier Grundsätze, die von der Trierer Synode im vergangenen Jahr herausgearbeitet wurden, an die Zivilgemeinde weiter. "Es geht vor allem um den Perspektivwechsel, wir müssen vom anderen Menschen her denken, das tun, was wir besonders gut können, uns vernetzen und schließlich Probleme nicht von oben, sondern miteinander lösen", sagte er.

Der traditionelle Rückblick der Bürgermeisterin führte zu den Baumaßnahmen im Bereich Schule und Kindergarten. Weichen stellen will sie bereits in der kommenden Woche im Gemeinderat, wenn es um die Stärkung des Zentrums geht. Ein großes Dankeschön gab es für alle Helfer, die beim Hochwasser in Dirmingen am 7. Juni geholfen haben.

Danke sagen war auch bei den anschließenden Ehrungen angesagt, hier standen die ehrenamtlichen Helfer des Flüchtlingsnetzwerks sowie der Eppelborner Tafelrunde im Mittelpunkt. Eingebettet in die Veranstaltung war auch die Siegerehrung der Aktion Stadtradeln. Und wer bis zum Ende der Filmbeiträge, Interviews, Ehrungen und Musikstücke ausgeharrt hatte, konnte den Auftritt der Magic Artists bewundern.