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Viel Arbeit für den Löschbezirk Eppelborn im vergangenen Jahr

Feuerwehr Eppelborn : 10 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit

Viel zu tun gab es für den Löschbezirk Eppelborn im vergangenen Jahr. Löschbezirksführer Eric Holzer zieht Bilanz.

„Auch in diesem Jahr kamen insgesamt wieder mehr als 10 000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit im Löschbezirk Eppelborn zusammen“, fasste Eric Holzer die einzelnen Aktivitäten bei der Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Eppelborn zusammen. Für Holzer war es die erste Hauptversammlung im Amt des Löschbezirksführers, zu der er die Einsatzabteilung, die Jugendfeuerwehr, die Ehrenabteilung und den Fanfarenzugs sowie Ehrengäste begrüßen konnte.

Über 53 Aktive verfügt der Löschbezirk zum Jahresende 2019, was von der im Brandschutzbedarfsplan geforderten 65 Einsatzkräften noch um einiges entfernt ist. „Wie wir neue Mitglieder gewinnen können, dafür habe ich auch kein Patentrezept“, erklärte der Löschbezirksführer. Dass aber diese Zahl zumindest in absehbarer Zukunft stabil bleibt, dafür sorge die sehr aktive und mit 15 Mitgliedern starke Jugendfeuerwehr. So konnten im vergangenen Jahr zwei Jugendliche in die Einsatzabteilung übernommen werden. Und 2020 stehen sogar vier Übernahmen an, die die Einsatzabteilung top ausgebildet verstärken werden.

Dem gegenüber stehen aber auch vor allem die altersbedingten Übertritte in die Ehrenabteilung, die sich im Bericht des Alterswehrpräsidenten Hans-Jürgen Olliger als weiterhin sehr aktiv präsentierte. Zahlreiche Ausflüge und Veranstaltungen standen im vergangenen Jahr auf dem Programm der 24 Mitglieder der Ehrenabteilung. Ein Höhepunkt war die Besichtigung der Rettungsleitstelle auf dem Saarbrücker Winterberg.

60 Mal musste der Löschbezirk Eppelborn im Jahr 2019 ausrücken, davon waren 32 Einsätze im Ortsteil Eppelborn. Sehr oft waren es technische Hilfeleistungen und Alarme von Brandmeldeanlagen, zu denen alarmiert wurden. Ein Höhepunkt dürfte aber der sicher nicht alltägliche Bombenfund mit anschließender Entschärfung am Bahnhof Eppelborn gewesen sein, für die die Ortsmitte evakuiert werden musste. Hier zeigte sich eine hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Hilfsorganisationen, wie auch Ortsvorsteher Berthold Schmidt in seinem Dank an die Wehrleute bestätigte.

Vor allem waren es im vergangenen Jahr aber viele kleine Einsätze, zu denen der Löschbezirk Eppelborn ausrücken musste. Besonders die notfallmäßigen Türöffnungen für den Rettungsdienst nehmen zu, da immer mehr ältere Menschen alleine lebten, wie es in der Pressemitteilung weiter heißt.

Holzer dankte allen, die die Löschbezirksführung im vergangenen Jahr unterstützt hatten.

Der erste Beigeordnete Christian Ney, selbst aktives Mitglied im Löschbezirk Eppelborn, berichtete in Vertretung von Bürgermeister Andreas Feld von den erheblichen Investitionen, die im vergangenen Jahr in die Feuerwehr und damit für die Sicherheit der Bürger getätigt wurden. 125 000 Euro kostete der neue Einsatzleitwagen der Feuerwehr Eppelborn, der künftig im Löschbezirk Wiesbach stationiert sein wird. Und der neue Rüstwagen für den Löschbezirk Eppelborn, der das bisherige mehr als 30 Jahre alte Fahrzeug ersetzt, schlägt mit 420 000 Euro zu Buche. Hier konnten aber 90 Prozent über Bundeszuschüsse aus dem Bundesinvestitionsförderungsprogramm generiert werden.

23 000 Euro wurden in neue Atemluftflaschen und Atemschutzmasken investiert, und für 8000 Euro konnten 44 sogenannte Totmannwarner beschafft werden. 78 000 Euro wurden in die persönliche Schutzkleidung der Einsatzkräfte investiert. Dies sei ein Höchstwert, erläuterte Christian Ney, der aber dringend notwendig war, um anderthalb Jahre Investitionsstau aufzuholen, wie Wehrführer Andreas Groß bestätigte. Künftig werden 2000 Euro pro Monat in die Schutzausrüstung investiert, um beschädigte und verschlissene Kleidung austauschen zu können.

Auch konnte Ney schon einen Ausblick auf die geplanten Investitionen für das Jahr 2020 geben: Für die Beschaffung eines neuen Löschfahrzeugs HLF10 sind 145 000 Euro in diesem Jahr und im darauffolgenden Jahr noch einmal 200 000 Euro eingeplant. Und für 45 000 Euro sollen in den Gerätehäusern Abgas-Absaugungen installiert werden.

Eine erfreuliche Nachricht konnte der Erste Beigeordnete zum Thema „Kostenloser Schwimmbadbesuch“ überbringen. Im Zeitraum Februar 2019 bis zum Jahresende wurde die Möglichkeit des freien Eintritts in das Hallbergbad rund 300 Mal genutzt, so dass der Gemeinderat das Projekt jetzt langfristig beschlossen hat.

Die 53 Aktiven des Löschbezirks Eppelborn konnten sich über mangelnde Einsätze nicht beklagen. Hier bei einem Einsatz in Dirmingen im vergangenen Jahr. Foto: Frank Recktenwald

Im Anschluss konnte Ney zusammen mit Wehrführer Andreas Groß noch einige Ehrungen und Beförderungen aussprechen: Sebastian Heinz wurde zum Feuerwehrmann befördert, Markus Scheuer wurde für 40 Jahre Feuerwehr geehrt und zum Beauftragten der Kleiderkammer bestellt, Dennis Treinen wurde zum Oberfeuerwehrmann befördert.