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Varroa beschäftigt Imker weiterhin

Eppelborn. Der Landesverband saarländischer Imker ist gut aufgestellt. Doch bei der Jahreshauptversammlung in Eppelborn wurde auch Sorge geäußert: Unregistrierte Imker und die Varroa-Milbe sind ein Problem. Carolin Merkel

"Trotz aller Sparzwänge im Land werden wir die Maßnahmen zum Erhalt der Bienen weiter fördern und werden auch in der neuen Förderperiode den Landesverband der Imker mit dem gleichen Förderbeitrag unterstützen", erklärte Umweltminister Reinhold Jost am Sonntagnachmittag vor der Jahreshauptversammlung des Landesverbands Saarländischer Imker in Eppelborn . Dafür erntete er viel Beifall von den 107 stimmberechtigten Mitgliedern, die sich auf den Weg gemacht hatten, um den Imkerverband weiter nach vorne zu bringen.

Mit 1800 Imkern, die zum größten Teil in den gut 100 Vereinen im Saarland organisiert sind und 8300 Völker unterhalten, konnte der Verband, erläuterte Landesvorsitzender Frank Nieser, einen deutlichen Zuwachs verzeichnen. Seit Juli vergangenen Jahres ist Nieser an der Spitze des Verbandes. Der Vorstand, berichtete er, sei noch in der Findungsphase, habe aber schon sehr gute Arbeit geleistet. Ein Rückblick auf das Bienenjahr 2014 zeigte mit durchschnittlich 20 Kilogramm Honig pro Bienenvolk einen eher mäßigen Ertrag. "Lediglich die Sommertracht ist gut, die Frühtracht war mäßig, bei den Akazien haben wir erneut einen Totalausfall", sagte er. Das mäßige Jahr sei zum einen dem Wetter geschuldet, aber auch der Befall mit der Varroa-Milbe spielt weiterhin eine große Rolle, die einen Verlust von etwa 25 Prozent der Bienenvölker verursacht habe. Wohl auch deshalb konnte Nieser dem Antrag des Kreisverbands Saarlouis, landesweit gemeinsame Varroa-Behandlungswochen einzuführen, nur zustimmen.

Ein Problem sieht der Vorsitzende in den nicht registrierten Imkern, hier rät er den Imkerkollegen, mit offenen Augen durch ihren Ort zu gehen, nicht gemeldete Völker dem Veterinäramt mitzuteilen. Auch die Umsiedlung, etwa durch Verkauf von Bienenvölkern, soll, wenn es nach dem Landesverband geht, ab sofort nur noch mit einem Gesundheitszeugnis möglich sein. So kann neben der Varroa-Milbe auch die Faulbrut eingedämmt werden, sagte Nieser. Nach dem erfolgreichen Start einiger Schulungen will der Landesverband in diesem Jahr weitere anbieten. Daneben sollen Informationen für alle an Bienen interessieren Menschen auf der Homepage im Newsletter erhältlich sein.

Ein entspanntes Miteinander bescheinigte der Landesvorsitzende dem Bauernverband und der Landwirtschaftskammer: "Wir haben keine Probleme, arbeiten Hand in Hand miteinander, hier gibt es nichts Negatives zu berichten."

saarlandimker.de