Unwetter-Opfer benötigen Hilfe

In der jüngsten Ortsratssitzung ging es um die Kosten für die Wieder-Instandsetzung von Wohnhäusern nach schweren Unwettern. Weitere Kosten kommen auf die Gemeinde zu.

Großes und wichtiges Thema gut vier Wochen nach den schlimmen Unwettern, die vor allem den Eppelborner Ortsteil Dirmingen getroffen haben, war im Ortsrat der aktuelle Stand der Dinge. "Der Gemeinde liegen aktuell 139 Schadensmeldungen vor", erklärte Ortsvorsteher Manfred Klein, SPD . Für die Instandsetzung der Wohnhäuser müsste, erläuterte er, mit etwa 500 000 Euro gerechnet werden. Dazu kommen noch die Kosten für die Wiederbeschaffung von Hausrat und die Wiederherstellung von Außenanlagen. Hier rechnet die Verwaltung mit einem Kostenvolumen von etwa 84 000 Euro. "Dazu kommen weitere Kosten, wie etwa die Übernahme der Containerkosten durch die Gemeinde, die sich allein auf rund 50 000 Euro belaufen", sagte Ortsvorsteher Klein.

Finanzielle Hilfe ist für die Betroffenen dringend notwendig, Mittel aus zwei eingerichteten Spendenfonds stehen zur Verfügung, müssen nun schnellstmöglich verteilt werden. "Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung beschlossen, dass wir diese privaten Spenden über den Ortsrat in Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung verteilen", erläuterte Klein. Daher galt es, im Rat am Donnerstagabend ein Gremium zu bilden. Über die Modalitäten der Verteilung der privaten Spenden, informierte Klein, solle im Ortsrat zeitnah beraten werden. "Vor allem wollen wir, dass die Beschlüsse einstimmig gefasst werden", betonte der Ortsvorsteher.

Zwar, erläuterte er, gibt es durch die unvorhergesehenen Schadensereignisse in Dirmingen viele neue "Baustellen", dennoch will der Ortsrat an der von ihm aufgestellten Prioritätenliste für Dirmingen zum Teil festhalten. Dort steht an erster Stelle die Neuanschaffung eines Feuerwehrfahrzeuges für den Löschbezirk Dirmingen . Die übrigen Maßnahmen auf der Prioritätenliste könnten, so Klein, hingegen gerne für die Beseitigung der Unwetterschäden verwandt werden. Mit einer schönen Geste hilft auch der Ortsrat den Opfern. Auf Vorschlag von Polotzek verzichten die Mitglieder einstimmig auf die Bereitstellung der Verfügungsmittel für die Übernahme der Kosten anlässlich der Jahresabschlusssitzung des Ortsrates und spenden diese 200 Euro an die Unwettergeschädigten.

Auch in Dirmingen hatten die Ortsratsmitglieder über die Vorlage der Gemeindeverwaltung über die Neufassung der Nutzungs- und Entgeltordnung der Freizeit- und Hallenbetriebe in der Gemeinde zu beraten und stimmten dieser zu. Ebenfalls einstimmig stimmten die Mitglieder der beiden Fraktionen für die Abräumung von Reihengräbern. "Wir sollten die freien, abgeräumten Grabflächen nicht brach liegenlassen. Stattdessen sollten sie für neue Gräber hergerichtet werden", erklärte Frank Klein.