| 20:13 Uhr

Handball
Torfestival der Handballfreunde in Eppelborn

Eppelborn. „Jeder Handballspieler überspielt viel lieber einen Abwehrspieler und erzielt mit platziertem, kraftvollem Wurf ein Tor, als dass er in der Abwehr durch aufopferungsvollen Einsatz Tore verhindert. Die Torschützen stehen im Rampenlicht der Öffentlichkeit, der effektive Abwehrspieler bleibt meist ungenannt. Aus diesem Grund wollen die Spieler eher das Angriffsverhalten üben und vernachlässigen häufig die Schulung des Abwehrverhaltens.“ Auch fast vier Dekaden nach ihrer Veröffentlichung ist an dieser Aussage noch ein Funken Wahrheit dran. Ab und an wird aus dem Funken auch ein Feuerchen. Oder, wie am Sonntag in der Oberliga-Partie zwischen den Handballfreunden Illtal und der HSG Worms, zeitweise ein ausgedehnter Flächenbrand. Anders wäre der 7:5-Zwischenstand nach nicht einmal acht Minuten wohl kaum zu erklären. Von Lucas Jost

„Jeder Handballspieler überspielt viel lieber einen Abwehrspieler und erzielt mit platziertem, kraftvollem Wurf ein Tor, als dass er in der Abwehr durch aufopferungsvollen Einsatz Tore verhindert. Die Torschützen stehen im Rampenlicht der Öffentlichkeit, der effektive Abwehrspieler bleibt meist ungenannt. Aus diesem Grund wollen die Spieler eher das Angriffsverhalten üben und vernachlässigen häufig die Schulung des Abwehrverhaltens.“ Auch fast vier Dekaden nach ihrer Veröffentlichung ist an dieser Aussage noch ein Funken Wahrheit dran. Ab und an wird aus dem Funken auch ein Feuerchen. Oder, wie am Sonntag in der Oberliga-Partie zwischen den Handballfreunden Illtal und der HSG Worms, zeitweise ein ausgedehnter Flächenbrand. Anders wäre der 7:5-Zwischenstand nach nicht einmal acht Minuten wohl kaum zu erklären.


Die Gäste aus Worms waren nur mit acht Feldspielern angereist. Sie teilten sich ihre Kräfte entsprechend ein, vergaßen dabei aber die Verteidigung. Illtal passte sich fairerweise den Gegnern an, die unter der Woche die 130 Kilometer weite Fahrt auf sich genommen hatten und verzichtete ebenfalls auf geregeltes Defensiv-Verhalten. Also sahen die etwas über 200 Zuschauer weiter, wie beide Mannschaften sich weiter munter Tore einschenkten. 18:14 stand es als sich beide Mannschaften in die Kabinen zurückzogen, zehn Minuten später hatte Illtal auf 27:19 erhöht. Nach 45 Minuten hätte das Schiedsrichtergespann abpfeifen können. 30:24 wäre ein wunderbares Ergebnis für ein Handballspiel. Stattdessen knackte Yannik Jungblut 1,5 Minuten vor Spielende eine magische Marke mit seinem Tor zum 40:30.

„Und jetzt muss der Trainer, der Steffen Ecker, einen Kasten Bier geben“, verkündete das Illtaler Handball-Urgestein Erich Hinsberger sogleich über die Lautsprecher der Halle Worms machte noch einen Ehrentreffer zum 40:31-Endstand. Fazit: Spiel gewonnen, Bier verdient, Ziel erreicht.



Tore für die HFI: Sebastian Hoffmann (7/2), Niklas Kiefer (6), Pascal Meisberger (6), Max Mees (5), Marcel Becker (4), Yannik Jungblut (3), Philipp Kockler (3), Norbert Petö (2), Oliver Zeitz (2), Patrick Bach (1), Jonas Guther (1).