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Fußball
SV Elversberg II deklassiert den FV Eppelborn mit 4:1

Eppelborn/Elversberg/Steinbach. Nach dem Spiel seiner Mannschaft am Samstag gegen die SV Elversberg II brauchte der Eppelborner Trainer einige Zeit, um die richtigen Worte zu finden. „Ich habe in den vergangenen Jahren keine derart starke Saarlandligamannschaft gesehen“, gestand Jan Berger nach der deutlichen 1:4-Niederlage und meinte weiter: „Ich war in der Pause regelrecht geschockt, denn dass wir so chancenlos sind, hatte ich nicht erwartet“. Von Heinz Bier

Auch sein Elversberger Kollege war begeistert über die Leistung seiner Mannschaft. „Die erste Halbzeit war überragend von uns und der Grundstein zum Sieg“, erklärte Marco Emich und er ergänzte: „Dass die zweite Halbzeit etwas ausgeglichener war, ist okay, denn Eppelborn hat schließlich auch Qualität“. Aber: „Dass unser Sieg auch in dieser Höhe verdient war, dazu gibt es keine zwei Meinungen“.


Vor 200 Zuschauern war seine Mannschaft im ersten Durchgang drückend überlegen, ließ keine Eppelborner Offensivaktionen zu und führte durch die Treffer von Kai Merk (13.), Steffen Bohl (18.) und erneut Merk (23.) früh mit 3:0. Dem 0:1 war eine tolle Einzelaktion von Benno Mohr vorausgegangen, der gleich drei Eppelborner Abwehrspieler aussteigen ließ, Merk mustergültig bediente. Beim zweiten Treffer wurde Bohl im Strafraum perfekt angespielt, umkurvte Torwart Dennis Lissmann und schob ein. Die Entstehungsgeschichte des dritten Tores war symptomatisch für die derzeitige Eppelborner Verunsicherung. Ausgerechnet Routinier Lucas Becker spielte vor dem eigenen Strafraum einen verheerenden Querpass genau in die Füße von Bohl, der bediente Merk und das Spiel war entschieden.

Nach dem Wechsel kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel und auch zu Torgelegenheiten. Die beste bis dahin hatte Pascal Schmidt in der 53. Minute, als er aus zwölf Metern SVE-Torhüter Joshua Blankenburg anschoss. Danach war im Illtalstadion noch einmal Pause, denn nach einer Stunde führte der Ausfall des Flutlichtes zu einer 15-minütigen Unterbrechung. Eppelborn hatte jetzt mehr Zug nach vorn und deshalb war der Anschlusstreffer durch Dominik Strauß nach 79 Minuten durch einen platzierten Schuss in den linken Torwinkel auch keineswegs unverdient. Danach war Elversberg wieder am Drücker und in der 88. Minute setzte der Ex-Gladbacher Mohr den Schlusspunkt, als er nach einem Pfostenschuss den Abpraller zum 1:4 nutzte.



Die FSG Ottweiler/Steinbach beendet die Vorrunde nach dem 1:0-Heimsieg am Sonntag gegen die SG Rehlingen/Fremersdorf mit 22 Punkten auf einem einstelligen Tabellenplatz. „Das ist schon eine tolles Sache“, sagt Trainer Stephan Schock, „insbesondere wenn man sich an unseren miserablen Start mit drei Niederlagen erinnert“. Der Dreier gegen den Aufsteiger war, so Schock, „ein mühsamer Arbeitssieg“, zu dem Benjamin Veith erst in der 77. Minute nach Vorarbeit von Florian Schneider den entscheidenden Treffer erzielte.