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Storchenhorst in Bubach-Calmesweiler wartet jetzt auf Mieter

Nestbau braucht viele Unterstützer : Storchenhorst wartet jetzt auf Mieter

Bubach-Calmesweiler: Hoffnung auf Ansiedlung durch ein Paar, das in der Gegend schon einmal sein Glück suchte.

Im Eppelborner Ortsteil Bubach-Calmesweiler wurde in der Verlängerung der Bruchstraße ein Storchenhorst errichtet. Der Mast samt Nest, der den Weißstörchen als Wohnzimmer und Brutstätte dienen soll, wurde am Donnerstag von Bürgermeister Andreas Feld gemeinsam mit Ortsvorsteher Werner Michel und dem Beigeordneten Sebastian Michel seiner Bestimmung übergeben.

Eigentlich hatte Feld seiner Tochter Nele versprochen, dass sich dort bereits Störche eingenistet hätten. Aber leider war von Störchen weit und breit just zur Einweihungsstunde nichts zu sehen. Dass aber in dem Gebiet Störche brüten, konnte der stellvertretende Geschäftsführer von Natura-Ill-Theel, Norman Wagner, kenntnisreich erzählen: Ein Storchenpaar hatte sich 2019 in einer Pappel in dem Gelände eingenistet, um Nachwuchs zu brüten. Das Ganze habe aber nicht funktioniert, weil der Storch, der übrigens in Ottweiler geboren wurde (konnte aufgrund seiner Beringung festgestellt werden), erst zwei Jahre alt und einfach für die Fortpflanzung noch zu jung war. Die Pappel, die damals als Nistplatz diente, wurde nach einem Unwetter zerstört. Deshalb bauten jetzt die Initiatoren den Storchenhorst in unmittelbarer Nähe der kaputten Pappel. Nach der Fertigstellung würden sich natürlich alle Beteiligten freuen, wenn in dem bereit gestellten Nistplatz ein interessiertes Paar einzieht.

So ein Nestbau braucht viele Unterstützer und Sponsoren: die Firma Energienetzsaar (vertreten durch Achim Rothenbusch und Stefan Lehnert) spendierte den Holzmast, die Firma Omexon (vertreten durch Markus Lesmeister) finanzierte die Baggerarbeiten, die Naturschutzbundgruppe Unteres Illtal, die Organisation Natura-Ill-Theel und die Betreibergenossenschaft des Solarparks, der sich in unmittelbarer Nähe befindet (vertreten durch Jürgen Klaumann), kümmerten sich um die Finanzierung des Weidennestes. Nach der Fertigstellung hoffen alle Beteiligten, dass die schwarzweißen Vögel hier brüten.

Die Männchen kommen häufig schon im Februar und März in unsere Region und besetzen einen Horst. In der Regel trifft das Storchen-Weibchen erst einige Tage später ein. In Bubach-Calmesweiler wartet man mit Spannung auf das Einschweben eines männlichen als auch eines weiblichen Klapperstorches, die aus den verschiedensten Anlässen klappern, unter anderem auch als Vorspiel zur Paarung oder auch um das Nest vor Eindringlingen zu verteidigen.

Zeugen des Einzuges könnten die Besitzer vom Grünlandhof sein, denen die Fläche gehört, auf welcher der Storchenhorst errichtet wurde, oder auch Landwirt Elmar Rullof, der mit seinem Team das Land rund um den Storchenhorst bewirtschaftet.

Dass ein solches Wohnzimmer für die Störche eingerichtet werden konnte, lobte der Bürgermeister als wichtiges Projekt und dankte allen Beteiligten für die finanzielle und ideelle Unterstützung. Weiter sicherte er die Verkehrssicherheitspflicht für den Standort zu.