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Starke Abwehr, schwache Offensive

Starke Abwehr, schwache Offensive

Ab der 40. Spielminute gab es keine Zweifel mehr am Heimsieg der Handballfreunde Illtal im ersten Spiel der neuen Oberliga-Saison. Die Neuzugänge Robin Näckel und Alexander Dörr konnten dabei beide im HFI-Tor überzeugen.

Das erste Saisonspiel bringt für die Statistiker naturgemäß immer interessante Fakten. Am Sonntag starteten die Handballfreunde Illtal vor 470 Zuschauern in der Eppelborner Hellberghalle mit einem Sieg in die RPS-Oberligasaison. Das Heimspiel gegen die HSG Rhein-Nahe Bingen endete 22:17. Das erste Tor der HFI-Saison war ein Gegentor zum 0:1, erzielt nach 80 Sekunden von Martin Schieke. Hinter sich greifen musste dabei HFI-Neuzugang Robin Näckel, der in der ersten Halbzeit zwischen den Pfosten stand. Das erste Saisontor der HFI erzielte dann im Gegenzug Christoph Holz zum 1:1. Es sollte für Holz der einzige Treffer des Abends bleiben.

Der erste Strafwurf der Saison fiel auch gegen Illtal aus (3.). Näckel parierte jedoch und gab damit einen Einstand nach Maß. Die erste Zeitstrafe für die HFI kassierte Philipp Michel in der 19. Spielminute beim Stand von 8:9. Michel bildete mit Pascal Meisberger über die gesamte Spielzeit einen starken Mittelblock. Die Gäste hatten dennoch seit dem 7:8 (18.) die Führung übernommen, und Illtal brauchte bis in die Schlussminuten der ersten Halbzeit, um sich wieder vorbeizuschieben. In die Kabinen ging es dann mit 13:11.

In Halbzeit zwei stand der zweite Neuzugang, Alexander Dörr, im Tor. Auch er machte einen starken Eindruck, wirkte beim Umschaltspiel sogar noch eine Spur sicherer. Die HFI-Abwehr um Michel und Meisberger war jetzt voll im Spiel, insbesondere, wenn auch Niklas Kiefer auf dem Feld war. Bereits nach drei Minuten war der Vorsprung auf 17:12 vergrößert. Nur ein einziges Tor gelang den Gästen in 14 Minuten, ehe es nach 44 Minuten dann 18:13 stand. Dem 19:13 folgte die Rote Karte gegen den Binger Joachim Doderer, nachdem er Meisberger am Hals getroffen hatte. In der 53. Minute (19:15) sah auch der Co-Trainer der Rheinhessen die Rote Karte, weil er seinem Unmut Luft machte. HSG-Trainer Konrad Bansa: "Wir kamen nach der Pause so schlecht ins Spiel, dass der Abstand nicht mehr aufzuholen war." Einen Zweifel am Sieg der Zebras gab es in der Tat seit der 40. Minute nicht mehr, obgleich es im Offensivspiel noch hakte.

Trainer Steffen Ecker konnte mit der Offensive "wirklich nicht zufrieden sein". Zwar stand mit Karim Ketelaer ein bundesligaerfahrener Mann im Binger Tor, trotzdem, sagte Ecker, "müssen die freien Bälle rein. Da gibt es keine Diskussion".

Mit Blick auf die eigene Abwehrleistung stand für den Trainer jedoch die Erkenntnis, dass die "Mannschaft die Vorgaben hervorragend umgesetzt hat". Pascal Meisberger und Philipp Michel bekamen das "Prädikat sehr gut". Michel war zudem mit sechs Toren der beste Schütze der Mannschaft. "Wir haben heute sicher über Kampf und Leidenschaft gewonnen, auch wenn die Dosierung vorne vielleicht noch nicht so gestimmt hat", fasste der Spieler des Tages zusammen.

HFI-Tore: Philipp Michel 6, Daniel Altmeyer 3, Niklas Kiefer 3, Oliver Zeitz 2, Pascal Meisberger 2, Sebastian Hoffmann 2/1, Michael Mathieu 2/1, Christoph Holz 1, Philipp Daume 1.