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Willkommenspreis
St. Augustinus Wiesbach erhält Willkommenspreis

Die Katholische Frauengemeinschaft St. Augustin Wiesbach wurde mit dem Willkommenspreis ausgezeichnet.
Die Katholische Frauengemeinschaft St. Augustin Wiesbach wurde mit dem Willkommenspreis ausgezeichnet. FOTO: Sozialministerium
Wiesbach. ccc red

Sozialministerin Monika Bachmann hat fünf saarländische Vereine und Initiativen für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement bei der Integration von Flüchtlingen mit dem Willkommenspreis ausgezeichnet.


„Unser Willkommenspreis, der als deutliches Zeichen und Symbol für die Willkommenskultur im Saarland steht, hat mit der seit 2014 deutlich angestiegenen Aufnahme von Asylsuchenden und Flüchtlingen zunehmende Bedeutung erlangt. Inzwischen steht nicht mehr der Bereich der Soforthilfe im Mittelpunkt, viel wichtiger ist die Alltagsintegration geworden. Auch hier können Vereine einen großen Beitrag leisten“, erklärte Sozialministerin Monika Bachmann. „Mit diesem Preis möchte die Landesregierung den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern im Saarland für ihr außergewöhnliches Engagement Danke sagen“, so die Ministerin weiter.

Der erste Preis geht in diesem Jahr an die Katholische Frauengemeinschaft Deutschland kfd St. Augustinus Wiesbach. „Die Akteure haben den Flüchtlingsfamilien in relativ kurzer Zeit das Gefühl vermittelt, dass sie nicht alleine sind. Sie wurden in der Gruppe aufgenommen, man ermöglichte Begegnung mit der einheimischen Bevölkerung und stellte den Kontakt mit anderen Flüchtlingen her“, erläuterte Bachmann. So hat der  Preisträger in hohem Maße auch eine räumliche und kulturelle Orientierung gegeben. Ausflüge, Wandern, gemeinsames Kochen und Freizeitgestaltung mit den Kindern und vieles mehr gehören zum Leistungsspektrum des Vereins. Für das beispielhafte Engagement und die effektiven Hilfen des Preisträgers steht ein kleines Mädchen, so die Mitteilung des Ministeriums.



Maria Fateh ist heute drei Jahre alt und besucht den Kindergarten. Sie hatte keine guten Chancen, überhaupt zu überleben, kam in der 24. Schwangerschaftswoche mit 370 Gramm Gewicht  und 17 Zentimeter Größe  in Saarbrücken zur Welt. Der hohe Förderbedarf von Maria wurde von Geburt an bis weit nach der Zeit des Krankenhausaufenthaltes von Ehrenamtlichen des Preisträgers übernommen bzw. organisiert.

Den zweiten Preis teilen sich der ASB Ortsverband Illingen und die Rotes-Kreuz-Freunde Püttlingen. „Einen wesentlichen Beitrag zur Flüchtlingsarbeit im Saarland leisten Organisationen und Institutionen, die seit Jahrzehnten wichtige Aufgaben für unser Land, unsere Bevölkerung und für den einzelnen Menschen übernommen haben. Sie stehen für Hilfen der unterschiedlichsten Art. Sie bilden eine wichtige Infrastruktur in vielen sozialen Handlungsfeldern. Sie sind eine bedeutende Säule des Sozialstaates und unabhängige Partner der öffentlichen Leistungsträger“, erklärte hierzu Ministerin Bachmann.

Der dritte Preis geht an die Interessengemeinschaft Integration in Merzig-Mechern. Über den vierten Preis darf sich proVoce Dillingen freuen.

„Durch diese individuellen und bedarfsorientierten Hilfen, die der Willkommenspreis würdigt, ergänzen die Vereine und Initiativen die staatlichen Angebote und leisten einen bedeutenden Beitrag zur Integrationsinfrastruktur im Saarland. Dieses gesellschaftliche und ehrenamtliche Engagement ist ein Aushängeschild für das Saarland. Ich freue mich, dass hier so viele Vereine und Initiativen aktiv das Miteinander verschiedener Kulturen fördern und so Ausgrenzung und Fremdenhass entgegenwirken“, so Sozialministerin Monika Bachmann.