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Fußball
„Eppelborn hat sich das auch anders vorgestellt“

Eppelborn/Elversberg/Steinbach. In der Fußball-Verbandsliga trifft am Wochenende Spitzenreiter SV Elversberg II auf den FV Eppelborn. Von Heinz Bier

Am letzten Vorrundenspieltag der Fußball-Saarlandliga steht das Kreisderby zwischen dem FV Eppelborn und der SV Elversberg II am Samstag um 16 Uhr im Blickpunkt des Interesses. Dass dabei der Tabellenerste und der 14. aufeinander treffen, ist für den Elversberger Trainer kein Kriterium. „Eppelborn hat sich das auch alles ein bisschen anders vorgestellt“, glaubt Marco Emich, „aber die Misere mit dem Stadion zu Beginn der Saison hat sich offenbar nachteilig ausgewirkt“. Dass der Oberligaabsteiger mehr Qualität hat, als es der Tabellenplatz ausweist, steht für Emich außer Frage, „und deshalb wird auch dieses Spiel für uns wieder eine Herausforderung“. Hinzu kommt nach Meinung des SVE-Trainers die besondere Motivation des Gegners. „Alle Mannschaften, die jetzt gegen uns spielen, haben es mit einer Spitzenmannschaft zu tun und deshalb kitzeln sie alle noch ein bisschen mehr heraus“, erklärt Emich. Nico Floegel und Steffen Bohl sind nach Verletzung wieder zurück und auch Daniel Dahl wird wahrscheinlich wieder dabei sein. „Wir sind momentan in einer Situation, dass wir mit sehr viel Selbstvertrauen auftreten können“, verdeutlicht Marco Emich, „und das wird auch am Samstag in Eppelborn der Fall sein“.


Auch sein Eppelborner Kollege legt vor dem Derby Selbstbewusstsein an den Tag. „Wir wollen bis Weihnachten noch zehn Punkte holen“, kündigt Jan Berger an, „und gegen Elversberg den Anfang machen“. Aber er weiß durchaus um die Schwere der Aufgabe. „Elversberg ist natürlich eine extrem starke Mannschaft, die auch zu Recht ganz oben steht“, lobt der FVE-Trainer den Gegner. „Die Vorzeichen sind zwar ganz klar“, sagt Berger, „aber wir spielen zuhause und zuhause spielen wir immer auf Sieg“. Johannes Roßfeld fällt bei den Gastgebern weiter verletzt aus und auch Lars Weber fehlt nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Quierschied. Über die Dauer einer Sperre nach seiner Tätlichkeit ist dem Verein noch nichts bekannt.

Die FSG Ottweiler/Steinbach hat am Sonntag um 14.30 Uhr im Heimspiel gegen die SF Rehlingen-Fremersdorf die Möglichkeit, sich mit dem dritten Sieg in Serie noch weiter von der Abstiegszone zu entfernen. Aber der Steinbacher Trainer hat durchaus Respekt vor der Auswärtsbilanz des Aufsteigers, der in seinen bisherigen acht Begegnungen auf fremdem Platz erst 14 Gegentore kassiert hat. „Das waren bisher allesamt knappe Angelegenheiten“, bestätigt Stephan Schock, „und das spricht für eine gute defensive Grundordnung“. Der FSG-Trainer geht deshalb davon aus, dass die Gäste auch am Sonntag aus einer gesicherten Defensive agieren werden, „und deshalb wird das für uns schon eine harte Nuss“. Das Ziel lohnt aber. „Ein Dreier und somit 22 Punkte zum Abschluss der Vorrunde wären schon eine tolle Sache“, sagt Stephan Schock. Möglicherweise wird Osman Akyol trotz seiner Kniebeschwerden gegen Fremersdorf dabei sein, „aber das ist seine eigene Verantwortung und entscheidet sich erst am Freitag“, stellt der Trainer klar.