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„So einen schönen Orden hatte ich noch nie“

„So einen schönen Orden hatte ich noch nie“

Birgit Müller-Closset bekam bei der Weiberfastnacht des Vereinsrings in der Hirschberghalle ein knallgelbes Quietsche-Entchen überreicht.

Was machen, wenn es im Dorf keinen Karnevalsverein gibt? Für dieses "Problem" haben die Mitglieder des Vereinsrings in Bubach-Calmesweiler längst die perfekte Lösung gefunden. Mitglieder aus den Vereinen übernehmen die verschiedensten Aufgaben, die zu einer gelungenen Kappensitzung gehören, als Verstärkung werden Akteure aus den benachbarten Gemeindebezirken eingeladen und fertig ist ein abwechslungsreicher, närrischer Abend. So geschehen auch wieder am Donnerstagabend. Denn Weiberfastnacht, heißt in der Hirschberghalle traditionell Sitzungszeit. Sehr gut gefüllt bot die toll geschmückte Halle die perfekte Atmosphäre für eine Sitzung, bei der sich Tänzer, Redner und Gesangsgruppen auf der Bühne ein buntes Stelldichein gaben.

Eröffnet wurde der lange Abend, bei dem das Publikum nicht nur zuschauen, sondern immer wieder auch mitmachen konnte, von Thomas Muno und Stephan Morbe vom Theaterverein Bubach. Doch, an diesem Abend wollten die beiden Herren das Wort einmal den Damen überlassen - und machten sich auf die Suche nach dem ausschließlich weiblichen Elferrat. Mit bunten Badekappen und Flip-Flops sorgten die Damen aus dem Theaterverein nicht nur für die Moderation, sondern hatten auch viele Witze mitgebracht, die immer wieder die Wartezeit bei den Umbauarbeiten und Ordensübergaben verkürzte. Der Orden, ein knallgelbes Quietsche-Entchen, kam bei Eppelborns Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset sehr gut an. "Ich habe noch nie einen so schönen Orden bekommen", schwärmte sie. Für den gelungenen Auftakt waren die Turnerfrauen zuständig, die viel Beifall für ihren Beitrag erhielten. Eisbrecher in der Bütt waren die beiden jungen Damen Annkatrin Groß und Elisa Paulus, die mit viel Alleh Hopp und Beifall belohnt wurden. Mächtig Theater machen, das liegt den Akteuren des Theatervereins, sie begeisterten mit einem Sketch, der Theaternachwuchs sorgte mit einem Tanz für beste Unterhaltung. Dann wurde es für zwei Newcomer in der Bütt ernst. Christine Hell und Thomas Bastuck standen zum ersten Mal zusammen auf den närrischen Brettern, die die Welt bedeuten. Sie plauderten aus dem Nähkästchen, sorgten für strapazierte Lachmuskeln. Königlichen Glanz verlieh das Bubacher Prinzenpaar Thomas I. und Linda I. der Veranstaltung. Ganz ohne Gegenwehr bekamen sie von Ortsvorsteher Werner Michel den Schlüssel zur Gemeindekasse.

Nach der Pause sorgten die Katzenbachlerchen für musikalische Unterhaltung. Sie hatten nicht nur das Bubacher Lied "In Bubach uff da Brigg" mitgebracht, sondern sorgten auch mit einem eigenen Song zum "Café Klatsch" für beste Stimmung unter den Narren. Die feierten den Tanz des Juz Bubach, die als Putzkolonne eine kesse Sohle aufs Parkett legten. Aber auch Gastredner Peter Leinenbach wurde gefeiert. Er hatte wieder einmal Geschichten seiner "Pälzer Verwandtschaft" mitgebracht und sorgte am späten Abend noch einmal für viele Lachtränen, ehe sich die Akteure zu vorgerückter Stunde in einem großen Finale vom Narrenvolk verabschiedeten.

Zum Thema:

Die Akteure auf einen Blick (cim) Eröffnung: Thomas Muno und Stephan Morbe (Theaterverein), Tänze: Elferrat, Kinderabteilung Theaterverein (Trainerinnen: Hannah Groß, Hannah Kreutzer), Habacher Erwachsenengarde, JUZ Bubach, Feuerwehr Bubach (Glocken von Rom), In der Bütt: Annkatrin Groß und Elisa Paulus, Christine Hell und Thomas Bastuck, Peter Leinenbach, Sketch: Theaterverein (Leitung: Thomas Muno), Musik und Gesang: Turnerfrauen, Katzenbachlerchen, Musikverein Bubach, Prinzenpaar Linda I. und Thomas I. mit hrem Hofstaat, Ortsvorsteher Werner Michel.