Jugendliche schauen in die Röhre: Skaten in den Ferien nicht mehr möglich

Jugendliche schauen in die Röhre : Skaten in den Ferien nicht mehr möglich

Die Skateranlage in Eppelborn wurde offenbar mutwillig zerstört. Die Reparatur wird noch einige Zeit dauern.

Noch knapp drei Wochen Sommerferien liegen vor den saarländischen Schülerinnen und Schülern. Wer nicht in Urlaub gefahren oder bereits wieder daheim ist, möchte sich hier die Zeit vertreiben. Das Wetter ist in diesem Sommer ideal für Aktivitäten im Freien. Ein Freibad gibt es in der Gemeinde Eppelborn zwar nicht, aber dafür eine Skateranlage am Güterbahnhof. Oder vielmehr gab es eine, denn auf dem Parkplatz, wo sonst coole Tricks wie „Ollie“, „Kickflip“ oder andere Manöver zu bewundern waren, herrscht jetzt gähnende Leere. Die Skaterbahn wurde abmontiert, als zwischen Bahnhofstraße und Güterbahnhof eine Kanalbaustelle begonnen wurde. Die ist mittlerweile beendet, aber die Skaterbahn wurde nicht wieder aufgestellt. Was nicht nur Eppelborns Ortsvorsteher Berthold Schmitt (CDU) ärgert. „Die Ferien gehen allmählich auf die dritte Woche zu. Es ist herrliches Wetter, ideal zum Skaten. Mittlerweile haben mich schon mehrfach Jugendliche angesprochen, warum die Anlage noch nicht wieder aufgebaut sei“, berichtet Schmitt.

Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD) erklärt auf SZ-Anfrage die Sachlage. Die Anlage sei nicht nur wegen der Kanalbaumaßnahme, sondern aus Sicherheitsgründen abgebaut worden. Sie sei durch das Befahren mit Mofas oder Autos mutwillig demoliert worden, informiert die Verwaltungschefin. Die Unterbauten seien durch den Vandalismus, für den es bisher leider keine Zeugen gebe, flächendeckend zerstört und damit unbrauchbar geworden. Für eine Reparatur seien Stahlbänder bestellt worden, die allerdings vom Baubetriebshof eingebaut werden müssten. Dieser sei jedoch von der Ferienzeit in doppeltem Sinne betroffen, sagt die Bürgermeisterin. Zum einen seien einige Mitarbeiter in Urlaub und die anderen seien durch Mehrarbeit, verursacht durch die zahlreichen Feste in der Gemeinde und nicht zuletzt die Beseitigung der jüngsten Hochwasserschäden, bereits am Limit. Die Reparatur der Skaterbahn werde „schnellstmöglich, aber leider nicht mehr in den Sommerferien“ über die Bühne gehen. „Das bedauere ich persönlich sehr“, betont Birgit Müller-Closset.

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