Fußball: „Sind auf Jahre gut aufgestellt“

Fußball : „Sind auf Jahre gut aufgestellt“

Es läuft bei Hertha Wiesbach. Damit das so bleibt, hat der Verein sich einiges vorgenommen.

Sportlich läuft es beim Fußball-Oberligisten FC Hertha Wiesbach vor dem Heimspiel am Samstag um 15.30 Uhr gegen den SV Gonsenheim rund. Die Wiesbacher liegen mit der zweitjüngsten Mannschaft der Liga auf Tabellenplatz drei, stehen vor dem Traditionsverein Eintracht Trier und nur knapp hinter Regionalliga-Absteiger FK Pirmasens. Nur der FC Homburg ist schon weit enteilt. Damit der Höhenflug der Hertha noch lange andauert, tagten am Dienstag der neu gewählte Hauptvorstand und der Aufsichtsrat des Vereins. „Die Sitzung war sozusagen der Startschuss für unser neues Team“, sagt Helmut Berg. Er wurde vor zwei Wochen auf der Mitgliederversammlung des Vereins zum neuen Präsidenten gewählt. Zuvor war der 59-Jährige im Verein bereits Jugendleiter, langjähriger Trainer und sportlicher Leiter gewesen. Neuer Geschäftsführer ist Walter Bastuck, das Ressort Stadion und Betrieb übernimmt Klaus Dörr, Finanzvorstand ist René Paul, und die Organisationsleitung obliegt Theo Krämer. Benny Berg, der Sohn von Präsident Helmut Berg, wird Sportvorstand und ist zusätzlich zuständig für den Bereich Jugendarbeit.

„Gefühlte tausend Punkte“ wurden auf der Sitzung behandelt, sagt Helmut Berg. Das große Ziel, das dabei ausformuliert wurde, lautet: Sportliche und strukturelle Weiterentwicklung – aber trotzdem der Verein vom Dorf bleiben. „Wir stehen im Moment unter den Top 5 der saarländischen Vereine. Dieses Niveau zu halten, ist eine Riesenherausforderung. Diese Aufgabe wollen wir mit Demut angehen“, sagt der Präsident. Die mittelfristigen Ziele des Vereins sind zahlreich und anspruchsvoll. Öffentlichkeitsarbeit und Außendarstellung sollen forciert werden. Die 2. Mannschaft aus der Landesliga soll gestärkt werden und weiter als Entwicklungsmöglichkeit für junge Talente dienen. Die Nachwuchsarbeit des Vereins in der Prowin-Jugendakademie soll durch weitere qualifizierte Trainer auf breitere Füße gestellt werden. Geplant sind außerdem eine Werbeinitiative für neue Mitglieder und weitere Baumaßnahmen im und um das Stadion am Wallenborn. „Das sind alles Dinge, die man nicht von heute auf morgen bewerkstelligen kann“, sagt Berg. Er ergänzt: „Es geht uns außerdem darum, dem Verein ein Gesicht zu geben. Und dabei künftig auch die Menschen in den Vordergrund zu stellen, ohne die hier nichts laufen würde. Wir sind in Wiesbach ein großes Team.“ Dadurch, dass der Vorstand durch seinen Sohn Benny und den ehemaligen Hertha-Torwart René Paul (34) eine Verjüngungskur erfahren hat, sieht Berg den Verein „auf Jahre gut aufgestellt.“

Von den sportlichen Leistungen der Oberliga-Elf und Trainer Michael Petry ist Berg äußerst angetan. „Tabellenplatz drei ist eine Hausnummer. Damit war nach dem personellen Umbruch im Sommer kaum zu rechnen. Da kann man nur eine Riesenkompliment an die Mannschaft, den Trainer und das Team drum herum aussprechen.“