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Signal steht jetzt auf Grün

Kreis Neunkirchen. Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die Bahnhöfe Landsweiler-Reden, Schiffweiler, Eppelborn und Ottweiler zu modernisieren. Die SZ fragte bei den Kommunen nach, welche Maßnahmen geplant sind. Heike Jungmann

. Gute Nachrichten für die Bahnkunden in der Region: Die Deutsche Bahn hat angekündigt, in die Instandsetzung und Modernisierung des bestehenden Schienennetzes und in Bahnhöfe zu investieren (SZ vom 14. März). Allein 2015 seien es über 200 Millionen Euro, die die Deutsche Bahn in Rheinland-Pfalz und dem Saarland in die Hand nehme. Umfangreiche Gleisarbeiten sind demnach im Bereich des Neunkircher Bahnhofes geplant. Außerdem laufen nun die Planungen für Modernisierungen der Bahnhöfe Landsweiler-Reden, Schiffweiler , Eppelborn und Ottweiler .

Auf SZ-Anfrage bestätigte die Stadtverwaltung Ottweiler , dass sie im Dialog mit der DB über die geplanten Maßnahmen stehe. Demnach sei angekündigt, den Ottweiler Bahnhof barrierefrei umzubauen. Bis 2017 sollen zwei Aufzüge eingebaut werden, die den Zugang zu den Bahnsteigen erleichtern. Die Stadt selbst unternimmt große Anstrengungen, sowohl den Bahnhof als auch das Umfeld teilweise neu zu definieren und aufzuwerten. Bekanntlich war das Gebäude noch unter Bürgermeister Rödle für 170 000 Euro gekauft worden. Wie Amtsinhaber Holger Schäfer Anfang des Jahres im SZ-Gespräch betonte, sei der Bahnhof in den nächsten beiden Jahren ein "Megaprojekt" für Ottweiler . So steht die Sanierung des historischen Bahnhofsgebäudes für eine Million Euro an. Im Erdgeschoss sollen Polizei , Bücherei und Tourist-Info eingerichtet werden. Die Arbeiten für die Herrichtung sollen nach Angaben der Stadtverwaltung 2015/2016 erfolgen und abgeschlossen sein. Außerdem wurden 325 000 Euro in die umfassende Gestaltung des Bahnhofsumfeldes samt Park&Ride-Platz, das ebenfalls Eigentum der Stadt wurde, investiert. Weiterhin wird die Fußgängerbrücke zwischen Bahnhofskomplex und Krankenhaus saniert. Dies soll 2016 erfolgen, die Investition beträgt nach Verwaltungsangaben 500 000 Euro.

Wie Ottweiler legt auch die Gemeinde Schiffweiler ein besonderes Augenmerk auf ihre Bahnhöfe. Die Gemeinde habe in den vergangenen Jahren mehrfach auf die Bedeutung der Standorte sowie die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen insbesondere gegenüber der Deutschen Bahn hingewiesen, teilt die Verwaltung mit. Welche genauen Investitionen nun von der DB geplant sind, sei der Gemeinde nicht bekannt. Wünschenswert wäre aber beispielsweise eine wettergeschützte Verbindung des Bahnsteigzugangs zu dem von der Gemeinde errichteten Wartebereich der Bushaltestelle und den Parkplätzen. "Von besonderer Wichtigkeit ist aber die Schaffung eines barrierefreien Zugangs zu den Gleisanlagen", informiert Bauamtsleiter Hubert Dürk. Bisher gebe es hierzu nur den Tunnel mit Treppenanlage. Im Übrigen sei seit dem Ausbau des Umfeldes durch die Gemeinde im Jahr 2011/2012 eine verstärkte Nutzung der Parkplätze festzustellen. Durch die Investitionen der DB am Standort Schiffweiler erhofft sich die Gemeinde eine weitere Attraktivierung dieses ÖPNV-Knotenpunktes Bus/Bahn und eine dauerhafte Sicherung des Standortes. Der stark frequentierte Pendlerbahnhof Landsweiler-Reden wiederum hat durch die Nähe zum Erlebnisort Reden eine erhebliche strategische Bedeutung. So ist das Erschließungskonzept nach Angaben der Gemeinde unter anderem maßgeblich auf eine - möglichst direkte Fußgängerverbindung - vom Bahnhof zum Standort aufgebaut. Auf Gemeinde- bzw. Landesebene ist zur Zeit Folgendes geplant. Die Gemeinde hat voriges Jahr beim Land den Antrag auf Förderung der Umfeldgestaltung gestellt. Ein erster Zuwendungsbescheid sei bereits zugestellt worden. Die Gemeinde werde kurzfristig die um das Bahnhofsgebäude liegenden Flächen von der LEG Saar erwerben und unter anderem zwei Parkplatzbereiche für Park&Ride ausbauen. Die Planungen seien in vollem Gange, erste Baumaßnahmen werden für 2015 erwartet. Das Gebäude selbst soll grundlegend saniert werden. Langfristiges Ziel von LEG Saar (seit 2012 Eigentümerin des Bahnhofsgebäudes) und Gemeinde sei es, die Brücke vom Bahnhofsgelände zum Gelände der ehemaligen Grube Reden zu verwirklichen. In diesem Zusammenhang könnte auch eines der größten Defizite dieses DB-Haltepunktes gelöst werden, dessen Hauptbahnsteige nicht barrierefrei zu erreichen seien. Unabdingbar sei bei dem geplanten Vorgehen, dass alle Beteiligte sich abstimmen, heißt es abschließend von der Verwaltung. Dies gelte insbesondere auch für anstehende Maßnahmen der DB.

Die Gemeinde Eppelborn wiederum wurde von der DB über die geplanten Umbaumaßnahmen informiert. Teile der Planung, die in den Einflussbereich der Gemeinde Einwirkung haben werden, seien zusammen abgestimmt worden, teilte Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset auf Anfrage mit. Geplant sind von Seiten der DB: Der Umbau des Mittelbahnsteiges unter Erhalt der denkmalgeschützten alten Holzbauten über der bestehenden Bahngleisunterführung und der Neubau der Bahngleisunterführung. Darüber hinaus wünscht sich die Gemeinde einen behindertengerechten Zugang zum Mittelbahnsteig. Entweder durch eine Aufzugsanlage im Bereich der geplanten Bahngleisunterfühung - hierbei wären die Bau- und Unterhaltungskosten allerdings sehr hoch. Oder durch einen separaten bahngleichen Zugang entsprechend der Anlage am Bahnhof Lebach (Übergang zur Saarbahn). Von Seiten der Gemeinde sind keine sonstigen Maßnahmen im Bereich des Bahnhofes Eppelborn geplant, heißt es abschließend aus dem Rathaus