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Schulstandorte bleiben vorerst erhalten

Schulstandorte bleiben vorerst erhalten

Neben dem Schulentwicklungsplan und der Zukunft der Eppelborner Schulen beschäftigte sich der Eppelborner Gemeinderat in seiner Sitzung auch mit dem neuen Juz und der Beteiligung an dem Windparkprojekt in Freisen.

. Der Erhalt der Eppelborner Grundschulen und ihrer Dependancen ist für die nächsten fünf Jahre sicher, das jedenfalls sagt der Schulentwicklungsplan, mit dem sich am Donnerstagabend der Gemeinderat befasste. Zwar brauchte der Plan vom Rat nur zur Kenntnis genommen zu werden, doch ließ Bürgermeisterin Birgit Müller-Closset (SPD ) trotzdem abstimmen, ob die Kenntnisnahme denn zustimmend sei. Dies wurde bei Enthaltung der CDU bestätigt. Der CDU-Vorsitzende Berthold Schmitt hatte zuvor erklärt, seiner Fraktion fehle eine Schlussfolgerung aus den Zahlen und Fakten des Planes: "Wir gehen davon aus, dass wir mittelfristig nicht alle vier Grundschulstandorte erhalten können. Deshalb würden wir gut daran tun, unsere Investitionen darauf auszurichten!" Müller-Closset entgegnete, die Schlussfolgerung sei der Erhalt für die nächsten Jahre. Dass die Zahlen bei der freiwilligen Ganztagsbetreuung sogar so stark anstiegen sind , dass man sich Gedanken um ausreichende Räumlichkeiten machen müsse, hatte zuvor der Vorsitzende der SPD-Fraktion , Peter Stein , erklärt.

Obwohl die Gemeinschaftsschule und die Privatschulen nicht in Trägerschaft der Gemeinde sind, diskutierte der Rat auch deren Entwicklung. Dieter Schmidt, Vorsitzender der Grüne/Piraten-Fraktion, forderte insbesondere, die durch sinkende Schülerzahlen frei werdenden Räume einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. So könne "an den richtigen Stellen" gespart werden. Allgemeiner Konsens war, dass man herausfinden will, warum viele Jugendliche an Gemeinschaftsschulen umliegender Gemeinden abwandern.

Thema war außerdem das neue Juz: Einstimmig beschloss der Rat dessen Einrichtung in der ehemaligen Sauna des Hellbergbades. Wie Müller-Closset auf Anfrage erklärte, sind die Kosten wegen strenger Brand- und Lärmschutzauflagen mit 89 500 Euro höher als ursprünglich angenommen: "Durch die Eigenarbeit des Bauhofes und der Jugendlichen kann jedoch noch eingespart werden."

Ebenfalls einstimmig beschloss man die Beteiligung der Gemeindewerke an dem Windparkprojekt Windpark Saar 2016 GmbH & Co.KG Freisen. Stein brachte im Namen der SPD den Vorschlag ein, dass die Gemeindewerke sich mit bis zu 200 000 Euro an einem Energiekonzept für die Hallen beteiligen sollten, das die Verwaltung zusammen mit einem Fachbüro erarbeiten könne. Der Rat entscheidet darüber in der nächsten Sitzung.

Außerdem will man Fördermittel aus EU- und Landesprogrammen für Umbauten und Sanierungen sichern: Auf Antrag der CDU-Fraktion für die Bürgerhäuser Hierscheid und Habach sowie für den Kunstrasen im Welschbachstadion in Humes, auf Antrag der SPD-Fraktion für das Mehrgenerationenzentrum in Wiesbach. Für alle Projekte soll zunächst mit einem Vertreter der Förderprogramme die Förderfähigkeit geklärt werden.