Schmaustage mit „Zugabe“

Lecker essen und trinken, Oldtimer gucken und Leute treffen: Die Eppelborner Schmaustage hatten allerhand zu bieten. Und auch der Wettergott hatte ein Einsehen mit den Eppelbornern und ihren Gästen.

Oldtimerfans aus dem gesamten Saarland, aber auch aus Rheinland-Pfalz und Hessen, trafen sich am Sonntagmorgen in Eppelborn. Rund 200 alte Schmuckstücke gab es zu bewundern, 69 davon starteten zu der Rundfahrt um den LevoBank-Pokal im Rahmen des Saarland Classic Cup und der Classic Revival Meisterschaft des ADAC. Auf einer knapp 100 Meter langen Strecke bis nach Dillingen mussten die Fahrer bei Geschicklichkeitsübungen Gefühl für ihren Liebling beweisen. „Hauptsächlich geht es aber um Spaß und gemütliches Fahren“, sagte Frank Heinrich vom ausrichtenden Motorsportclub Eppelborn. Seine persönlichen Highlights: „Die Vorkriegsautos. Dabei sind beispielsweise ein Alvis von 1928 und ein Ford des gleichen Baujahres.“

. Voll war am Samstagabend der Eppelborner Marktplatz bei der Eröffnung der 37. Schmaustage. Den Fassbieranstich übernahm - für sie selbst eine Überraschung - Elfie Klar. Für ihre 37 Jahre Vorstandstätigkeit hatte ihr der Gewerbeverein, der die Schmaustage mit Unterstützung des Freundeskreises Eppelborner Vereine und der Gemeinde ausrichtet, die Aufgabe übertragen. Günter Schmitt, Vorsitzender des Gewerbevereins, begrüßte die Besucher und reichte das Mikro weiter an die Ehrengäste. Grußworte gab es von Staatssekretär Stephan Kolling, der die Schirmherrin, Sozialministerin Monika Bachmann , vertrat, von der zweiten Schirmherrin, Bürgermeisterin Birgit Müller Closset und von Ortsvorsteher Berthold Schmitt.

Bei den vielfältigen Schmaus-Angeboten der zehn teilnehmenden Vereine fiel die Wahl so manchem Besucher nicht leicht. Marlene Schwarzkopf hatte sich für Flammkuchen entschieden und ließ sich schon mal ein Gläschen Wein einschenken, während sie beim Förderverein für das Seniorenheim St. Josef auf diesen wartete. "Wir kommen immer her, die Schmaustage gehören für uns einfach dazu", sagte die Eppelbornerin. Besonders gefalle ihr, dass man so viele Bekannte treffe. Mit vorrückender Uhrzeit wurde es noch voller. "Kaum mehr ein Durchkommen auf dem Platz", sagte Günter Schmitt, der sich als Hauptorganisator über den Erfolg freute.

Am Sonntagmorgen konnte er sich gleich weiterfreuen: "Der Frühschoppen läuft normal etwas schleppend an, aber heute war schon ab 11 Uhr richtig was los." Am zweiten Festtag zog auch das Oldtimertreffen des Motorsportclubs die Besucher an, der zum ersten Mal seit Jahren zeitgleich mit den Schmaustagen veranstaltet wurde, außerdem der erste Bauernmarkt. An 35 Ständen gab es Brot, Schnäpse, Honig und Gewürze, aber auch Blumengestecke und Basteleien. Melanie Hoffmann war eigens für den Eppelborner Markt in "Massenproduktion" gegangen, wie sie lachend erklärte. Nun stießen ihre Konfitüren und Herzen aus Kiefernrinde auf großes Interesse. Auch bei Petra Ulrich und Schwiegertochter Katrin Ulrich: "Wir haben uns die Oldtimer angesehen und jetzt gucken wir hier noch ein bisschen." Die Schmaustage gefielen ihnen super: "Ein abwechslungsreiches Angebot."

Für Unterhaltung sorgte das Rahmenprogramm mit Musik von den Bubacher Dorfdudlern und verschiedenen Fanfaren- und Spielmannszügen der Region sowie den Bands Joystik's und Sunflower. Außerdem gab es Tanz von der Tanzschule Bootz-Ohlmann, Kinderunterhaltung und eine Ausstellung über 37 Jahre Schmaustage, zusammengestellt vom Förderkreis Heimatkunde und Denkmalpflege.

Die Vereine und Gewerbetreibenden seien mit dem Umsatz "sehr zufrieden", resümiert Schmitt. Bauernmarkt und Oldtimertreffen würde er gerne auch zukünftig die Schmaustage begleiten lassen.